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der fritz

Stuart Pigott | Kurzer Arbeitsweg

       28. Oktober 2013       

Stuart Pigott ist eine Koryphäe, wenn es um das Thema Wein geht. Dieses Jahr hat er Reben in Töplitz gepflanzt.

Der Weinberg vom Klostergut Töplitz ist leicht zu finden, Stuart Pigott hingegen nicht. Doch Ludolf Artymowytsch und Andreas Schultze, die Winzer in Töplitz, kommen den Besuchern am Fuße des Berges, der eher ein Hügel ist, entgegen und erklären, dass Pigott auf der anderen Seite arbeitet. Und tatsächlich. Mitten in den Reben steht er gebeugt mit der Hacke hantierend. Unkraut jätend, „nein, das ist Beiwuchs!“ Piggot ist ein Weinexperte, der sich mit ökologischem Anbau auskennt. Er hält den „Beiwuchs“ in der Hand, eine Kriech-Quecke. „Diese Pflanze hat ihren Ursprung im Norden und Osten Europas und hat hier hervorragende Bedingungen gefunden.“ Pigott hat grundsätzlich nichts gegen diese Pflanze, er favorisiert die Vielfalt von Kräuter und Gräsern. „Heute morgen gab es viele Schmetterlinge – ein gutes Zeichen“.

Am 3. Mai hat Pigott gemeinsam mit Freunden in Töplitz 1000 Pinotin-Reben gepflanzt. Das war harte Arbeit. „Als ob ein Mann 12 Tage lang geackert hätte.“ Die Pinotin-Rebe wurde von dem Schweizer Valentin Blattner 1991 gezüchtet. Diese Rotweintraube ist eine Kreuzung von Blauem Spätburgunder und Resistenzpartnern, die dafür sorgen, dass die Pflanze robust gegenüber schädlichen Einflüssen wie Pilzen ist. Pigott arbeitet unentwegt weiter und rupft mit den Händen den „Beiwuchs“ weg. „Die Reben müssen hoch wachsen, bis hierhin.“ Er zeigt auf den Draht, der ca. einen Meter über dem Boden gespannt ist. „Je länger sie unten rumkrepeln, um so größer ist die Gefahr, dass die Reben eingehen.“ Manche haben ihr Ziel schon erreicht und einen verholzten Trieb gebildet. Der garantiert, dass die Rebe die kalte Jahreszeit übersteht.

Die Wein-Koryphäe mit Vorliebe für deutsche Weine, vor allen Dingen für den Riesling, hat es nicht leicht mit unbedarften Gesprächspartnern. Stuart Piggot hat hohe Ansprüche und ein ungeheures Wissen. Und er hat es sich nicht leicht gemacht, überhaupt zum Wein zu kommen. Ursprünglich hat er Malerei studiert, wechselte später die Universität und absolvierte den Magister für Kulturwissenschaft am Londoner Royal College of Art. Nach einer eher unerfreulichen Zeit, „ein zäher Kampf“, zog er nach Bernkastel an der Mosel. Ein paar Jahre später erschienen seine ersten Weinbücher, mit denen er die etablierte Weinwelt von ihren starren Konventionen im Umgang mit Weingenuss befreit hat.

(emh)

 

Der komplette Text ist in der neuen Printausgabe des Magazins Der Fritz zu lesen. Erhältlich am Kiosk ihres Vertrauens oder einfach abonnieren unter info@hilker-berlin.de

 

Weingut Klosterhof Töplitz, Am Alten Weinberg 7, 14542 Werder OT Töplitz, Tel. + 49 33202 70 02 56, www.weingut-toeplitz.dewww.stuartpigott.de


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