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Kinder-Kochkurs

Tomatenmatsche | Kalte Suppe

       19. August 2016       

Kolja Kleeberg zeigt im August, wie einfach ein Gericht zuzubereiten ist, wenn die Zutaten stimmen

Zoe und Lea haben sich vorbereitet. Die beide Freundinnen tragen schwarze T-Shirts, lila Shorts und auch die gleichen Schuhe. Es geht immerhin um ein Fotoshooting und um einen Kochkurs bei Kolja Kleeberg. Der Sternekoch hat sich schon immer für Kinder engagiert. So hat er in den letzten Jahren 75 Grundschulen mit Kräutergärten ausgestattet. Und gerade hat er als einer der erster Sterneköche einen eigenen Youtube-Channel gestartet. Kleeberg macht Kochen verständlich und, wie schon aus vergangenen Zeiten bekannt, kann er mit Kameras gut umgehen.
Aber heute ist im Hof vom Vau kochen, na ja, mehr matschen, angesagt. Es liegen verschiedene Tomatensorten auf dem Tisch, von den gängigen, die es in jedem Supermarkt gibt, über Black Russian, Ochsenherzen bis hin zum Gelben Birnchen. „Begrabt mein Ochsenherz an der Biegung des Flusses“, deklariert Kolja Kleeberg. Das ist der Titel eines Standardwerkes über die aggressive Landnahme Amerikas und der Vertreibung der indigenen Völker. Und damit ist eigentlich schon klar, dass ein Kleebergscher Kochkurs mehr als nur Kochwissen vermittelt.
Die beiden Mädels schnibbeln die Tomaten grob klein, der grüne Stielansatz muss raus. Dann kommt alles in eine große Schüssel. Auf Zoe, sie ist neun Jahre alt,und Lea, sie ist zehn, kann sich Kleeberg verlassen. Denn die beiden helfen auch sonst in der heimischen Küche gerne mit. Der Tomatensalat ihrer Mutter ist Zoes Lieblingsgericht und Lea mag Pizza, selbst gemachte, aber auch gekaufte.

Die Schüssel ist halb voll mit Tomaten und muss jetzt gewürzt werden. „Erst mal eine Prise Salz“, greift Kleeberg schnell ein, denn Lea langt ordentlich in den Salztopf. „Prise – wisst ihr woher dieses Wort kommt?“, fragt der Profikoch so nebenbei. Achselzucken. Es ist französisch und kommt von prendre. Also kommen so ein paar Prisen nun in die Schüssel, und es geht los mit den Händen und dem Gemansche. Lea und Zoe sind sich nicht sicher, ob das ernst gemeint ist. Kleeberg macht es vor und dann sind die beiden nicht mehr zu halten. Es wird begeistert in die Schüssel gegriffen. Und dazu kommen noch ein paar Stengel Basilikum und etwas Zucker. „Tomaten haben Fruchtsäure, die mit Zucker milder wird,“ so Kleeberg. Und er erzählt von der spanischen Tomatenschlacht, der Tomatina, die jedes Jahr im August stattfindet und gerade mal eine Stunde andauert. „Ich hab Tomate auf der Nase, ich bin eine Pizza“, trällert Kleeberg beim Anblick von Lea und Zoe, die ein bisschen von der Tomate im Gesicht haben.

Nun kommt Olivenöl dazu, der Tomatenbrei wird durch die Flotte Lotte gedreht, eventuell noch mal Salz und Pfeffer – und fertig ist die Suppe. Die so in den Kühlschrank wandert oder gleich probiert werden kann.  (emh)

Grundregeln
FrischeTomaten niemals im Kühlschrank lagern
Die Suppe kann erwärmt – nicht gekocht – werden, bis 42 Grad Celsius

Kochkurs mit Kolja Kleeberg am 30.8, ab 11 Uhr. Vau, Jägerstraße 54-55, MItte, Anmeldung unter Tel. 030 2029730,  15 € pro Kind


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