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Trinken

Rumtasting | Rum & Roll auf der Van Loon

       24. Januar 2012       

Rum-Tastings sind selten. Unter Deck mit karibischen Köstlichkeiten sogar bisher einzigartig in Berlin.

Nachdem Whiskey-Tastings in Berlin inflationäre Ausmaße angenommen haben, geht es auf der Van Loon an diesem Abend ausnahmsweise um Rum. Auch gut, das karibische Getränk passt eh besser zum Schiff: Seine großen Fenster im Bug, in dem sich der Speise- und Veranstaltungsraum befindet, gewähren Blick auf die Spree. Der Fluss ist zwar nicht ganz die Südsee, aber im abendlichen Dunkel sind bekanntlich alle Katzen grau.

„Der erste Rum-Cocktail wurde während der Kolonialzeit gemixt“, erzählt Peter Eichhorn (Foto s.u.), Leiter der Verköstigung und „kulinarischer Berichterstatter“, wie er sich selbst nennt. „Um Limetten und Orangen an Bord haltbarer zu machen, haben Hochseemächte wie Großbritannien sie in der Spirituose eingelegt.“ Wissenswert und unterhaltsam, wie alles, was Eichhorn sagt. Als Journalist weiß er, worauf es ankommt. Dennoch geht es diesmal nicht um die Mischkunst. Die Spirituose soll in seiner reinen Form als edel erfahren werden.

„Wir werden heute ein Abfallprodukt trinken“, sagt er. „Rum wird aus Melasse hergestellt, eine zähe Masse, die bei der Zuckerproduktion abfällt.“ Ein netter Scherz, der vom Vertrauen in die Rum-Sorten zeugt. Besonders der Pyrat X/O Reserve und der Zacapa 23 Solera Gran Reserva enttäuschen nicht, ganz im Gegenteil. Der Pirat schmeckt so stark nach Orange, dass er selbst den Horizont eines Kenners erweitern kann, wie ältere Spirituosen-Liebhaber zugeben. Und der Rum aus Guatemala ist derart abgerundet herb-süß, dass auch die dazu gereichte dunkle Schokolade das Aroma nicht weiter unterstreichen kann.

Dabei ist Schokolade bei Weitem nicht die einzige Speise des Abends. „Kleine karibische Häppchen“ gibt es, so die Einladung. Konkret bedeutet das: Tintenfische auf Algensalat, süße und salzige Bananenchips, Butternut-Kürbis-Curry-Ragout mit Kokos oder Wraps mit Tomaten-Bohnen-Füllung. Offensichtlich verschleiert die Bezeichnung „Tasting mit Snacks“ das volle Angebot, sorgt so aber für eine angenehme Überraschung.

Der Abend ist rundum perfekt. Trotzdem schwächeln einige Rum-Sorten. Insgesamt muss der Übersee-Erfindung zwar zu Gute gehalten werden, dass sie im Schnitt billiger ist als Whisky. Dadurch kann auch der erwähnte Pyrat bestechen. Bei den 15-Euro-Rums aber rümpfen die meisten Gäste die Nase: Diese wollen nicht wirklich handwarm getrunken werden.

(mapu)

Peter Eichhorn als begeisterter Tasting-Leiter

Nächstes Tasting: Steht noch nicht genau fest, Anfragen bitte an marian.simunovic@vanloon.de

 

van Loon, gegenüber Carl-Herz-Ufer 7, Kreuzberg, Tel. +49 30 692 62 93, www.vanloon.de

 

Peter Eichhorn, www.berlinbetrachtungen.de


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