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X-Mas

Festtagsplaner No. 2 | Weihnachten mit Adrenalinkick

       02. Januar 2012       

Für Abenteurer und Vergnügungssüchtige.

Alle Jahre wieder das gleiche Programm – erst die Geschenke, dann futtern ohne Ende. Unser Festtagsplaner sorgt für Abwechslung für Abenteurer, Kulturmenschen, Wellnessfreunde und Stadtflüchtlige. Bis zum Ende der Woche stellen wir vier interessante Varianten vor. Nummer zwei: Weihnachten für Freunde des Adrenalinkicks.

Heiligabend

Mittags

Nackt steht das Bäumchen in der Ecke, mit nichts bedeckt außer grünen Nadeln. So ist es gut. Das Tannenkleid ist dieses Jahr nämlich eine Überraschung. Geschmückt wird mit allem, was in der Wohnung herumfliegt: Socken (bitte frisch gewaschen), Alufolie oder bunte Plastikbecher. 

Abends

FotoAgentur Hilker/HiPi

Von wegen „Ich weiß doch eh, was ich geschenkt bekomme“. Warum nicht an Heiligabend mit Freunden wichteln – um die verschiedenen Präsente wird gewürfelt. Mit etwas Glück hält man das riesige Päckchen in den Händen, mit etwas Pech das obligatorische Paar Socken von Mutti. Danach geht es planlos hinaus in die Nacht, auf Tour durch Berlins Seitenstraßen. Alte Kaschemmen und 24-Stunden-Eckkneipen sind das Ziel, Bierlokale wie das Ohne Ende, eine Kreuzberger Absteige im Graefekiez. Ähnliche Orte finden sich in jedem Bezirk – also einfach mal reinschauen! Mit den Stammgästen teilt man sich als heiliges Mahl ein paar Berliner Buletten und Schnäpse. 

Nachts

Um es an Heiligabend auf die Spitze zu treiben, öffnen zahlreiche Clubs an Heiligabend ihre Pforten. Suicide Circus feiert exquisite Weihnacht Jens Bond, im Mikz den „Weihnachtsmikz” mit Gunnar Stiller und das Ritter Butzke hat mit seinen „Ritter Butzke Festspielen” sogar vom 23. bis 24. Dezember geöffnet. 

 

Ohne Ende, Dieffenbachstraße 36, Kreuzberg, Tel. 80 61 98 15

Suicide Circus, Revaler Straße 99, Berlin-Friedrichshain, www.suicide-berlin.com

Mikz, Revaler Str. 99. Berlin-Friedrichshain

Ritter Butzke, Ritterstraße 24, Berlin-Kreuzberg, www.ritterbutzke.de

 

1. Weihnachtstag

Morgens

Was miaut da? Klar, ist nur ein Hirngespinst, aber tut weh. Rollmops, kleines Alster oder ein halber klarer Schnaps helfen den lästigen Kater zu vertreiben.

Mittags

Nichts wie raus an die frische Luft und sich auf dem Flughafen Tempelhof die letzten nebligen Schwaden aus dem Gehirn pusten. Das geht am besten, indem ein paar Runden auf der Rollbahn gedreht werden – mit Inline-Skates, Fahrrad oder beim Streetsurfen. Steht der Sinn eher nach passivem Ausharren im Wind, dann könnte man vielleicht einen Lenkdrachen steigen lassen. Der Magen wird später im Brachvogel gefüllt – für Hyperaktive ist nebenher noch eine Runde Minigolf drin. 

Nachmittags

© Miron Zownir

In Russland ist es eine Art Volkssport und im Süden von Neuseeland macht man es im Juni und nennt es Polar Plunge: Der Sprung ins eiskalte, winterliche Wasser. Also warum nicht auch in Berlin? Einfach ein paar Freunde zur Mutprobe am Schlachtensee zusammentrommeln – wenn er nicht zugefroren ist. Oder vielleicht doch lieber im Spreewaldbad gemächlich ein paar Wellen reiten?

Abends

Was hat ein Chinese mit Risiko zu tun? Wenn es das Restaurant gegenüber der chinesischen Botschaft ist, dann eine ganze Menge. Dort gibt es all die schrecklich-schönen Köstlichkeiten, von denen man schon mal gehört hat und den Europäern den Schweiß auf die Stirn treiben. Abenteuerlustige Gäste lesen nur die chinesische Variante der Speisekarte und wählen auf gut Glück – so entsteht ein ganz persönliches Weihnachtsmenü, mit Spezialitäten wie Tausendjährigen Eiern oder Hühnerkrallen. 

Nachts

Bevor es gegen 23 Uhr in die Tiefen der Nacht geht und im High Fidelity Club im Soda bis in die Puppen getanzt wird, gibt es einen Aperitif der besonderen Art im Lanninger. Dort säbelt der Kellner auf Wunsch die Champagnerflasche mit einem Schwert auf. Wer will, darf es auch selbst probieren. 

 

Brachvogel, Carl-Hertz-Ufer 34, Kreuzberg, Tel. 693 04 32, www.brachvogel-berlin.de

Spreewaldbad, Wiener Straße 59, Kreuzberg, Tel. 69 53 52 10, www.berlinerbaederbetriebe.de

Ming Dynastie, Brückenstraße 6, Mitte, Tel. 30 87 56 81, www.ming-dynastie.de

Lanninger, Abion Hotel, Alt-Moabit 99, Moabit, Tel. 39 92 07 98, www.lanninger.de

Soda Club, Schönhauser Allee 36, Prenzlauer Berg, Tel. 44 31 51 55, www.soda-berlin.de

 

2. Weihnachtstag

Morgens

Vor dem Power-Frühstück im Regent steht erst mal eine Sightjogging-Tour an. Mit dem Head Concierge des Regent Hotels können sportliche Hotelgäste und externe Frühstücksgäste eine Runde durch die Stadt laufen. Gerne auch an diversen Sehenswürdigkeiten vorbei. 

Mittags

Noch mehr Action! Hilfestellung gibt die Schwerkraft und eine Art Kirmes-Zentrifuge. Auf dem Weihnachtsmarkt zwischen Jannowitzbrücke und Alexanderplatz steht ein Kettenkarussell, das sich ordentlich dreht und dann auch noch 50 Meter in die Höhe steigt. Wer sich lieber wie ein Passagier in einem abstürzenden Flugzeug fühlen möchte, dem sei zum Pendelarm geraten. Der saust nach ein paar Kapriolen in luftiger Höhe 50 Meter hinab – im freien Fall. Herausforderung für Geschmacksnerven gibt es im Anschluss: Im Dolores isst man Burritos und Quesadillas – so scharf, wie es die Poren gerade noch vertragen.  

Nachmittags

Unter Insidern wird diese Rodelbahn als Knochenpiste angepriesen: Im Grunewald liegt sie, am  Teufelsberg saust der Schlitten einen steilen Hang hinab in die Tiefe. Etwas weniger steil, aber trotzdem schnell ist die Piste am Bunkerberg im Volkspark Friedrichshain. Wenn der Klimawandel allerdings für weihnachtlich-grüne Wiesen und zu früh blühende Blumen sorgt, dann geht es auf den Potsdamer Platz – auf die künstliche Rodelbahn. 

Abends

Rien ne va plus. Im Tauro herrscht das Glücksspielfieber. Vielleicht zum Vorteil des Gastes. Der dreht nämlich am Roulette-Tisch seine Kugel und damit um den Preis seines Essens. Vielleicht klappt es ja mal mit der grünen Null – das heißt: Das Essen war auf Kosten des Hauses.  

Nachts

Stolpernd geht es in die derzeit angesagteste Western-Bar der Stadt. Im Stagger Lee stürzt man gegen 24 Uhr mit Bier, Whiskey und hochdosierten Cocktails aus Weihnachten raus. Und noch ein paar Stunden rein in die Nachweihnachtszeit. 

 

Regent Hotel,  Charlottenstraße 49, Mitte, Tel. 20 33 61 10, www.theregentberlin.com

Dolores, Rosa-Luxemburg-Straße 7, Mitte, Tel. 28 09 95 97, www.dolores-online.de

Tauro, Schönhauser Allee 176, Prenzlauer Berg, Tel. 40 05 60 48, www.tauro-berlin.de

Stagger Lee, Nollendorfstraße 27, Schöneberg, Tel. 29 03 61 58, www.staggerlee.de

 


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