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Spargelzeit

Gemüsekultur | Die Saison der weißen und grünen Stangen ist eröffnet

       20. April 2012       

Nach der Wende ist Spargel zum wichtigsten Gemüse der regionalen Landwirtschaft avanciert. Damit knüpft Brandenburg an alte Traditionen an.

Die Anfänge des Spargelanbaus in Brandenburg reichen zurück ins 17. Jahrhundert. Mit den Hugenotten kamen aus Frankreich neue Gemüsesorten in die Region – Blumenkohl, Erbsen, grüne Bohnen, Gurken und das weiße Edelgemüse. Es dauerte aber noch eine Weile, bis die Brandenburger und Berliner die weißen Stangen so richtig in ihr Herz schlossen. Der Startschuss für den märkischen Spargelboom fiel 1861, als ein Beelitzer Glasermeister erstmals größere Ackerflächen für den Anbau einsetzte. Zur Jahrhundertwende ernteten die Beelitzer Spargelbauern jährlich rund 750 Tonnen, Tendenz weiter steigend, und schon in den 1920er Jahren wurde das Edelgemüse per Luftfracht ins Ausland exportiert.


20 Jahre später hatte die Erfolgsgeschichte des Spargels in Brandenburg dann ein jähes Ende. Die Nationalsozialisten strichen die weißen Stangen zu Kriegszeiten von den Speiseplänen ihrer Untertanen. Auch die realsozialistischen Wirtschaftsplaner der DDR konnten dem Spargel wenig bis gar nichts abgewinnen. Dann kam die Wende – und mit ihr der Anfang des zweiten Brandenburger Spargelbooms.


Seit den frühen 90er Jahren hat das weiße Gemüse so viel Terrain erobert, dass mittlerweile auf einem Drittel der Brandenburger Ackerfläche Spargelpflanzen wachsen. „Spargel ist die größte Einzelkultur im Gartenbau“, sagt Jörg Lübcke, Referatsleiter Gartenbau im Brandenburger Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF). „Der Spargelanbau nimmt in Brandenburg inzwischen mehr Fläche ein als sämtliche Obstsorten zusammen.“


Insgesamt wurden 2011 rund 14.250 Tonnen Spargel aus dem märkischen Boden gezogen. Wenn man davon ausgeht, dass die Stangen in guter alter Tradition mit einem geübten Handgriff gestochen werden und durchschnittlich etwa 50 Gramm wiegen, bedeutet das für die Gesamternte: 285 Millionen Handgriffe. Durchgeführt werden sie meist von polnischen Saisonarbeitern, die zur Spargelernte anreisen. Ihre genaue Zahl lässt sich schwer ermitteln, der Arbeitsaufwand zur Spargelernte dagegen schon. Pro Hektar Anbaufläche fallen nach einer LELF-Berechnung ungefähr 1200 Arbeitsstunden an, für die Brandenburger Spargelbauern zur Erntezeit externe Verstärkung ordern. Bezogen auf die gesamte Brandenburger Anbaufläche ergibt sich dadurch rechnerisch ein Arbeitsaufwand von weit über 3 Millionen Arbeitsstunden – ein temporäres Jobwunder auf dem Spargelacker.  (obu)

Spargelhof Hugo Simianer & Söhne In den Steegwiesen 1, 14547 Beelitz OT Busendorf, Tel. +49 3 32 06-44 34, www.beelitzer-spargel.com, Spargelstübchen tgl. 11-21 Uhr, Spargel-Ab-Hof-Verkauf tgl. 6-20 Uhr

 

Jakobs-Höfe Beelitz Dorfstraße 21, 14547 Beelitz, OT Schäpe, Tel. +49 3 32 04-419 70, www.jakobs-spargel.de

 

Spargelhof Jochen Brücker Straße 68, 14547 Beelitz, Tel. +49 3 32 04-420 77

 

Obst- und Spargelhof Leue Lehniner Chaussee 3, 14550 Groß Kreutz (Havel), OT Neu Bochow, Tel. +49 3 32 07-323 05, www.obst-spargelhof-leue.de

 

Spargelhof Märkerland  Dorfstraße 1a, 14547 Schlunkendorf, Tel. + 49 3 32 04-341 85, www.spargelhof-maerkerland.de

 

Spargelhof Schlunkendorf Kietz 29b, 14547 Schlunkendorf, Tel. + 49 33204-606 90, www.spargelhof-schlunkendorf.de

 

Spargelhof am Storchennest Riebener Dorfstraße 25, 14547 Beelitz, OT Rieben, Tel. +49 3 32 04-347 14, www.spargelhof-am-storchennest.de

 

Spargelgasthof Syring Trebbiner Straße 69f, 14547 Zauchwitz, Tel. + 49 3 32 04-419 90, 03 32 04-338 08 (außerhalb der Saison), www.beelitzerspargel.de


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