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Street Food

Biss Fest | Der alljährliche Bite Club

       12. Juli 2016       

Er findet mittlerweile zum vierten Mal statt. Der Berliner Sommer  ist fast schon undenkbar ohne diesen Street Food Market

„Little Monkey“, so nennt Miranda Zahedieh liebevoll ihren Sohn. Der liegt entspannt im Kinderwagen, während sie nach dem Smartphone greift, um jemanden zu finden, der das Problem mit der Musik­anlage lösen kann. Die Lautstärke lässt sich nicht regeln und der DJ ist, milde gesagt, not amused. Der Vater des Kleinen hat heute den Job, den Sohnemann zu betreuen. Miranda Zahedieh organisiert den Bite Club mit Tommy Tannock. Der ist wiederum mit dem Imbiss und dem jüngst eröffneten Restaurant The Store im Soho House mehr als ausgelastet ist. Dennoch ist Tannock immer noch dabei. Mittlerweile zum vierten Mal findet dieses Street-Food-Event statt.

Angefangen hat alles im Sommer 2013, auf dem Gelände der Arena vor der Hoppetosse, ein fest angelegter Dampfer, nebenan liegt das Badeschiff. Sechs Mal findet der Bite Club an diesem Ort in diesem Sommer statt, „wenn wir eine faszinierende Location finden, dann organisieren wir eine Art Pop-up-Streetfood-Markt“, so Za­he­dieh. Dieses Jahr zum Beispiel in der Rummelsburger Bucht beim Funkhaus oder in Neukölln, auf dem Gelände der Berliner Union-Film. Zudem arbeitet die „Bite-Club-Family“ mit verschiedenen anderen Initiativen zusammen, mit Give something back to Berlin oder African acid is the future.

Es hat sich über die Jahre ein fester Stamm an Stand­betreibern gefunden, auf die Verlass und die Qualität garantiert ist. Doch die Organisatoren Tannock und Zahedieh sind immer offen für neue Ideen. So ist dieses Jahr das Gordon mit israelischer Küche dazugekommen. Auch die sogenannten Küstlichkeiten, die Austern anbieten, sind beim Bite Club das erste Mal dabei. Khwan Issan, der Stand mit dem nordthailändischen BBQ, ist ebenso ein Neuling. Und wie findet man die neuen Leute oder finden Food-Enthusiasten den Bite Club? Tommy Tannock ist ein erfahrener Netzwerker und zudem funktioniert die Suche nach neuen Ideen meist über  soziale Medien, über Blogs.

Es kommen auch per Mail Anfragen direkt an den Bite Club. Doch mittlerweile ist die Tendenz spürbar, dass Streetfood als wirtschaftliches Erfolgsmodell verstanden oder als Marketingmaßnahme ins­tru­mentalisiert wird, wie z.B. der Lieferservice Foodora das praktiziert. Kommerzialisierung von Street-Food? Nicht beim Bite Club. „Uns geht es um die Passion, um Herzblut. Good Foods, Good Vibes, gute Leute“, macht Zahedieh deutlich. Trotzdem muss es sich rechnen. Die Organisatoren und die Betreiber der Stände arbeiten mit Prozenten. Ist das Wetter schlecht, kommen wenige Leute, dann ist es ein schlechter Tag für alle. Bei einem guten Abend und einem guten Umsatz profitieren alle davon. „Wir tragen gemeinsam das Risiko, und zwar partnerschaftlich.“ Kalkuliert werden die einzelnen Gerichte zwischen fünf bis acht Euro. Auf regionalen, biologischen und saisonalen Produkten liegt das Augenmerk. Und das ist eben teurer als Currywurst und Pommes. „Diese Woche hatten wir ein Tasting mit Butcher’s Steak und da sollte das Steak zehn Euro kosten. Das ist wiederum zu teuer. Jetzt bieten sie ein Steak-béarnaise-Sandwich für sieben Euro an.“ 

Am ersten Abend sieht alles erfolgversprechend aus. Auf Berlin ist Verlass, auf die Weltoffenheit und Experimentierfreude. „Unsere Crowd sind Berliner, Neu-Berliner und internationale Gäste. Food ist im Augenblick ein Reisegrund, eine Attraktion.“ Das gilt generell auch für die Gastronomie. Die gebürtige Londonerin hat zu dieser Entwicklung in den letzten zehn Jahren beigetragen.

Mit Food hatte sie anfänglich nichts am Hut, Design war ihr Metier. Sie war Dozentin in Weimar und hat Design-Geschichte gelehrt. Davor arbeitete sie in London tagsüber beim BBC und abends noch in einer Bar. Einige ihrer Bekannten, so erzählt Zahdieh, hätten bis zu vier Jobs gemacht, um ihr Londoner Leben zu finanzieren, ein stressiges Leben.
Und Berlin? Das sei eine Stadt zum Atmen. Der es aber gerade an Köchen mangelt,  lacht sie, „ich werde immer gefragt, ob ich einen Koch kenne. Die Stadt sucht Köche! Mein Mann ist Koch, aber er hat jetzt Erziehungsurlaub.“ Und gerade gibt er „little Monkey“ die Flasche.  (emh)

Bite Club Fridays am 22. Juli, 5. August (Bite Club Birthday), 19. August, 9. September (Closing Party)Arena, Eichenstraße 4, Treptow
Bite Club Xplores Termine: www.facebook.com/biteclubberlin


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