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Lieblingsorte

In der Stadt | auf dem Land

       08. Februar 2014       

Der Tischlerlehrling Jerome Müller über seinen persönlichen Rückzugsort inmitten Neuköllns.

In dieser wöchentlichen Kolumne stellen verschiedene Menschen, egal ob Ur- oder Wahlberliner, Durchreisender oder Weltenbummler ihre persönlichen Lieblingsorte in der Hauptstadt vor.

Den Anfang macht Jerome Müller, 24, ein aus Lübeck stammender Tischlerlehrling. Er wohnt seit gut drei Jahren in Berlin und ist nach einem kurzen Intermezzo im Wrangelkiez in Kreuzberg direkt an der Hermannstraße, im Herzen Neuköllns, ansässig geworden.

Als angehender Tischler arbeitet er zumeist bei Kunstlicht in der Werkstatt. In der wenigen verbleibenden Freizeit ist es ihm deshalb umso wichtiger an die frische Luft zukommen. „Nach der Arbeit schwinge ich mich oft auf mein Fahrrad und lasse mich treiben. Die letzten Sonnenstrahlen zu erhaschen ist gerade in Zeiten des Herbstes sehr wichtig für mich.“

Auf seinen Streifzügen durch Neukölln gelangt er von einem Gegensatz zum anderen. Die drei großstädtischen Lebensadern Neuköllns, die Sonnenallee, die Hermann – und die Karl-Marx-Straße auf der einen, das Tempelhofer Feld mit seinen schier endlosen Freiflächen auf der anderen Seite – es gibt hier viel zu entdecken. Wettbüros und Imbissbuden, neue Galerien und Bars bilden starke Kontraste und machen den Bezirk im Südosten Berlins so spannend. Abseits der kulturellen Vielfalt sucht Jerome aber auch Entspannung und erklärt: „Manchmal verirrt man sich, kreuzt eine dicht befahrene Straße und entdeckt zwei Gassen weiter eine beinahe ländliche Umgebung“. Vor allem das Viertel rund um den Richardplatz wirke inmitten der Metropole Berlin wie ein verschlafenes Dorf.

 

 

Jan Herdlicka/HiPi

Der Comenius-Garten hat es Jerome dabei besonders angetan. Hier fühlt er sich, weit weg von der tosenden Stadt, oft wie im Urlaub. Die 1995 eröffnete Gartenanlage auf dem Grundstück der Richardstraße 35, folgte der Mietskaserne „Richardsburg“ nach, die hier bis 1971 stand. Die Planungen hierzu begannen in den 1980er Jahren und die Landschaftsarchitekten Cornelia Müller und Jan Wehberg gestalteten den Garten ganz im Sinne des Namensgebers Johann Amos Comenius (1592-1670). Dieser galt als Universalgelehrter und beschäftigte sich seinerzeit eingehend mit der Frage nach der Möglichkeit, ein neues Paradies zu pflanzen. „Wenn ich hier bin, komme ich wirklich ins träumen – von einem Leben auf dem Land, abseits des Großstadtlärms“, erklärt der Tischlerlehrling. Währenddessen ist im Hintergrund das leise Plätschern des kleinen Baches, der den Comenius-Garten durchfließt, zu hören. (jh)


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