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01.04.2016

Arbeiten

Ein Schreibtisch für einen Tag | Arbeiten im Wostel

       04. April 2011       

Eine charmante Bürogemeinschaft vermietet tageweise Arbeitsplätze an Freischaffende. 

Wostel - das ist nicht nur eine Mischung aus den Wörtern „Work“ und „Hostel“. Es ist auch ein niedliches gremlinartiges Tierchen, das namengebende Maskottchen des Coworking-Space im Reuterkiez. Hier kann sich jeder einen Schreibtisch mieten, der einen Platz zum arbeiten sucht und gerne in einem größeren Büro auch Kontakte mit Anderen pflegt. Mit inbegriffen ist die nötige Infrastruktur, wie Internet, Drucker und Besprechungsräume.

Das Wostel hat es sich zur Aufgabe gemacht einen Raum zu schaffen, in der sich die meist freiberuflich arbeitenden Gäste wohlfühlen und in familiärer Atmosphäre in Ruhe ihrem Beruf nachgehen können. Hier arbeiten Journalisten, Übersetzer, Professoren und kreativ Schaffende, die Zuhause kaum zum Arbeiten kommen. Sei es aus ständiger Ablenkung durch Haushalt oder Familie oder aus dem einfachen Wunsch nach einer Trennung zwischen Job und Freizeit.

Im Wostel stehen keine weißen Tische vor kahlen Wänden, stattdessen Vintage- Möbel und Wohnaccessoires, liebevoll ausgewählt und mit viel Mühe zusammengetragen. „Jedes Möbelstück hat eine Geschichte“, schwärmt Marie Jacobi, eine der Inhaberinnen des Work-Hostel. Die meisten Stücke stammen aus den 30er bis 70er Jahren. Die schweren dunklen Schreibtische, in der so genannten „Writers-Lounge“, wurden beispielsweise in den 60ern im Bundestag verwendet. In den drei Räumen plus Küche und Empfang fallen auch ein paar Street-Art Kunstwerke ins Auge.

Im sogenannten „Transit Room“ steht ein großer Konferenztisch an dem verschiedene Gruppen ihre geheimen Meetings abhalten können. „Eigentlich war das eine Hof-Einfahrt, wir haben sie vorne und hinten mit großen Glasfenstern versehen und die alten Fliesen an der Wand haben einen ganz besonderen Charme“, begeistert sich Marie für diesen Raum. Hier werden manchmal Filmabende und kreative Speeddatings mit Bastelaufgaben abgehalten und für die nahe Zukunft sind auch Ausstellungen geplant. 

Marie, die Diplom-Designerin, und ihre Schulfreundin und Marketing-Beraterin Chuente Noufena trafen sich früher eine Zeitlang zum Arbeiten in Maries Garage. „Weil ich es ätzend finde alleine zu arbeiten,“ meint Marie und die Cafès mittlerweile von den Leuten genervt sind, die den ganzen Tag mit ihren Laptops die Tische blockieren und nur Wasser bestellen. Daraus entstand die Idee einen kleinen, kreativen Raum mit Charakter zu schaffen, für Leute, denen es genauso geht. „Da bist du dann plötzlich 30 und musst dich entscheiden, ob du dein Gammelleben so weiter führen willst oder ob du was machst.“ So entwickelten die beiden im letzten Jahr das Konzept für das Wostel. Dass es im aufstrebenden Neukölln im Dezember eröffnet wurde, liegt auch daran, dass beide schon seit über zehn Jahren in der Nachbarschaft leben. Sie sind genauso wenig begeistert davon, dass die Mieten durch die hier herziehenden Künstler und Freiberufler steigen. Aber bevor sie selbst aus ihrem Kiez verdrängt werden, wollten die beiden einen Ort schaffen in dem sie und Gleichgesinnte sich wohlfühlen.

(simb)

The Wostel, Hobrechtstrasse 66, Berlin-Neukölln

Tel. +49 30  69 00 44 35, www.wostel.de

Mo - Sa 10 bis 18 Uhr

Tagespreis 10 Euro

10er Karte: 80 Euro

Monatspreis: 175 Euro


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