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Kunst

Peter Herrmann | Von Mitte an die Potsdamer Straße

       18. Mai 2011       

Bloß weg vom Galerien Hype. Von der Brunnenstraße zog Galerist Peter Herrmann nach Westberlin.

Galerist Peter Hermann scheint in der Vergangenheit den richtigen Riecher dafür gehabt zu haben, wo rohes, unentwickeltes Stadtpotenzial zu finden ist. Seine Freunde bescheinigen ihm jedenfalls dieses Näschen zu besitzen. Aktuell erfährt die Galerien-Szene in und um die Potsdamer Straße, die im Kiez-Slang liebevoll „Potse“ genannt wird, einen regelrechten Boom. Auf dem ehemaligen Tagesspiegel-Areal sind mittlerweile die Galerien Blain/Southern und Ph-Projects frisch eingezogen. Die Galerien Arndt und Klosterfelde sind bereits seit knapp einem Jahr in der Potsdamer Straße angesiedelt. Die Galerie Peter Herrmann ist mit dem seiner traditionellen und modernen afrikanischen Kunst jetzt auch neu in der Gegend. Dabei profitieren er von dem historischen Bezug der Umgebung zu Afrika: Das Reichskolonialamt befand sich unweit vom Potsdamer Platz in der Wilhelmstraße, viele Namibier und Kameruner wohnen hier, darunter nicht nur Künstler, sondern auch Köche, wie das nigerianische Restaurant Ebe Ano in der Pohlstraße beweist.

 

Gründe für den Location-Wechsel waren laut Peter Herrmann die übersättigte Stadtentwicklung in Mitte, das Erreichen eines neuen Publikums und die großzügigen Flächen, die jetzt im historischen Backsteingebäude, idyllisch auf dem 2. Hinterhof gelegen, genutzt werden können. „Allein die Lichtsituation und das äußerlich einladende, parkähnliche Ambiente sind traumhaft“, so Peter Herrmann. In den Räumen der ehemaligen Künstlerinnenakademie stehen 250 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung. Über eine geschwungene Wendeltreppe gelangt man auf eine Empore, wo allein auf 60 Quadratmeter alte afrikanische Kunst präsentiert wird. Der ebenerdige Saal bietet viel Platz für das Hauptthema zeitgenössische afrikanische Kunst. Ein Raum für Videopräsentationen runden die Flächennutzung ab.

 

Die Neueröffnung am 7. Mai war ein voller Erfolg. Obwohl ihm jedweder Hype um moderne Kunst fremd ist, kommt Peter Herrmann ins Schwärmen: „Über 300 Leute sprengten fast die Kapazitäten. Zum Glück wurden die Toiletten am Vormittag noch last-minute fertiggestellt. Das Publikum kam mit sehr ausbalanciertem Interesse und hoher Aufmerksamkeit. Es war fantastisch.“ Die Musiker von Easy Goin' spielten auf und für das leibliche Wohl sorgten Black Pearl, Mary Appiah und das Zagreus-Projekt, dass Kelewele (frittierte Kochbananen), Emo-tuo (Reisbällchen) und Toobee (Doughnuts) reichte. Dass hinter den Kulissen noch gebaut wird war für den Besucher nicht ersichtlich. Nun stapelt sich allerdings das Geschirr in der Küche und der Putzlappen möchte geschwungen werden. „Als nächstes planen wir, was wir nach der jetzigen Ausstellung zeigen werden“, meint Herrmann nach der Eröffnung glücklich und gelassen. Noch bis 18. Juni können Werke von u.a. Chéri Samba, Goddy Leye, Sunday Jack Akpan und 10 Meisterwerke alter Kunst aus Afrika in der Galerie besichtigt werden.

 

(ld)

Galerie Peter Herrmann, Potsdamer Straße 98a, Berlin-Tiergarten

Di - Fr 14 - 19 Uhr, Sa 11 - 16 Uhr

www.galerie-herrmann.com


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