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Lieblingsorte

Der einsame Gipfel | Geruhsame Stunden mitten in Kreuzberg

       06. November 2013       

In dieser wöchentlichen Kolumne stellen Ur- oder Wahlberliner, Durchreisende oder Weltenbummler ihre persönlichen Lieblingsorte in der Hauptstadt vor. 

Ahmed Özdemir, 53, sieht nachdenklich aus. „Früher ist das Leben in Berlin irgendwie entspannter gewesen“. Seit mittlerweile 35 Jahren lebt der von der europäischen Seite der Türkei stammende Ladenbesitzer schon in der Hauptstadt. Anfangs wohnte er lange Zeit in Kreuzberg wo er zwei Läden parallel betrieb. Vor vier Jahren dann kam der Umzug weiter in den Süden, nach Neukölln. In seinem Laden unweit der Hermannstraße kann man neben den üblichen Spätkauf-Utensilien wie Zigaretten und Getränken auch Heizkohlen kaufen. Den alltäglichen Wandel im Kiez sieht Ahmed zwiegespalten. Zwar sei es gut fürs Geschäft wenn täglich neue Leute vorbeischlenderten, aber wirklich heimisch fühle man sich nicht mehr hier. „Irgendwie sind mir die Menschen ein bisschen fremd geworden“.

 

Etwas Wehmut hört man schon in Ahmeds Stimme wenn er von früheren Zeiten berichtet. Zwar sei Kreuzberg auch immer ein hartes Pflaster gewesen, jedoch gab es dort diesen einen bestimmten Ort, der doch so anders war – der Viktoriapark am Kreuzberg. „Meistens war ich direkt beim Wasserfall. Entweder ganz oben oder ganz unten“, erklärt Ahmed freudig.

 

Gerade in der Anfangszeit, als er sich oft sehr allein fühlte im noch so fremden Land, kam er hierher um Ruhe und Ablenkung zu finden. „Man kann dort gut auf andere Gedanken kommen oder in der Ruhe zwischen den Bäumen einen Nachmittagsschlaf machen.“ Der Park am Kreuzberg wirkte so inspirierend auf Ahmed, dass er ihn sogar malte. Sein Lieblingsmotiv war dabei der Wasserfall, der von der Spitze des Kreuzbergs aus in Richtung Kreuzbergstraße fließt.

 

Jan Herdlicka/HiPi

 

Im Jahr 1821 wurde die Geschichte des Vikoriaparks mit der Errichtung des Nationaldenkmals zur Erinnerung an die Befreiungskriege gegen Napoleon, eingeleitet. Am Nordhang des 66m hohen Bergs, wurde dann zwischen 1888 und 1894, nach den Plänen des Stadtgartendirektor Hermann Mächtig ein Park mit den Merkmalen einer Gebirgslandschaft angelegt. Heute verfügt der Park über vielfältige Freizeiteinrichtungen wie einen Sportplatz, ein Tiergehege, Kinderspielplätze und einen großen Biergarten am Eingang Dudenstraße. Auf der Spitze des Kreuzbergs hat man vor allem, der Sichtachse des Wasserfalls nach Norden folgend, einen weiten Blick über Berlin.


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