24.10.2014

Galerientour II: Neue Kunstorte

in historischen Räumen. Ein Rundgang

mit Sibylle Nägele und Joy Markert.

Treffpunkt: Hof Potsdamer Straße 81

um 15 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos.

25.10.2014

Beim Winzerfest in Pankow stellen

sich Weingüter und -kellereien an

Ständen und in beheizbaren Zelten

auf dem Marktplatz Breite Straße vor.

Heute ab 13 Uhr bis Sonntag 19 Uhr.

24.10.2014

Schillermarkt Neukölln

Ein Wochenmarkt zur Kiezaufwertung | Der Herrfurthplatz im Aufwärtstrend

       05. April 2012       

Groß ist anders, aber die 16 bis 18 Stände des Neuköllner Schillermarktes, die sich jeden Samstag zusammenfinden, halten ihn am Leben und geben dem Kiez rund um den Herrfurthplatz eine Anlaufstelle zum Nachbarschaftstreff und zu qualitativ hochwertigen Lebensmitteln.  

 

Neben einem Käsestand gibt es Falafel, einen Bio-, Obst- oder Weinstand und noch einige andere Händler. In der Mitte stehen ein paar Bierzeltgarnituren an denen Jung und Alt zusammenkommen.

Initiatorin Beate Hauke ist selbst Eigentümerin eines Mietshauses im Schillerkiez und musste lange Zeit den Niedergang ihres Bezirks miterleben. „Die Häuser und der Bezirk wurden schlecht behandelt, es gab viele Drogenabhängige und die Zeitungen haben uns totgeschrieben“, erklärt Hauke, die heute in Heiligensee wohnt aber immer wieder zurück in den Schillerkiez wollte.

Die Idee dem Kiez zu helfen und ihn wieder aufzuwerten, kam Hauke als sich die Anwohner bei ihr beschwerten, dass es keine vernünftigen Geschäfte im Bezirk gibt. Drei Jahre schlug sie sich dann mit dem Gedanken den Schillermarkt wieder aufleben zu lassen rum. „Ich wollte, dass hier wenigstens einmal die Woche Qualität angeboten wird“, so die Ideenträgerin.

Als ihr 2008 eher zufällig der Wettbewerb „MittendrIn Berlin – Die Zentren-Initiative“ in die Hände fällt, wittert sie ihre Chance und gewinnt mit der Idee eines neuen Wochenmarktes in Neukölln. Eine Hand voll Menschen stecken ab da jede Menge ehrenamtliche Arbeit rein. Nachdem der Markt jetzt schon mehrere Jahre läuft, sind aber nur noch die qualitativ hochwertigen Waren übrig geblieben, denn „die Billighändler gibt es überall, dazu braucht keiner einen Markt“, so Hauke.

Und die Qualität macht sich im ganzen Viertel bemerkbar. Rund um den Herrfurthplatz siedeln sich immer mehr Cafés und Galerien an und die viel beschriebene drohende Gentrifizierung sieht Hauke auch noch nicht. „Die Mieten sind zwar höher geworden aber noch nicht so, dass man hier von einer Gentrifizierung sprechen kann. Ich merke aber, dass auf einmal jeder hier wohnen möchte und die Mieten daher auch bezahlt werden“, beschreibt Hauke die Situation im Kiez. „Ich will hier einfach nur eine ganz normale Wohngegend in der man sich miteinander unterhält und dafür vor allem auch diesen Markt nutzen.“

Wenn es nach ihr geht, gibt es den Markt noch viele Jahre und „wenn noch mehr Unterstützung aus der Bevölkerung kommen würde, wäre er auch noch größer. Je mehr Menschen hier her kommen, desto mehr Verkäufer denken sich, dass es lohnenswert ist hier zu verkaufen. Das ist ein Kreislauf“, erklärt die Initiatorin und verweist im selben Atemzug auf den Ostermarkt, an dem es noch 25 Stände zusätzlich geben wird.   

ihe

Schillermarkt am Herrfurthplatz, Berlin-Neukölln
Wochenmarkt Samstag 10-16 Uhr
Kunstmarkt jeden ersten Samstag im Monat 10-16 Uhr
Ostermarkt 7.4.12, 10-16 Uhr


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