Gerade haben zwei Restaurants eröffnet:
La Soup Populaire und Soya Cosplay.
Nun kursiert das Gerücht,
dass die Tage von Goldneun
am Alex gezählt sind. Sehr schade!
Gerade haben zwei Restaurants eröffnet:
La Soup Populaire und Soya Cosplay.
Nun kursiert das Gerücht,
dass die Tage von Goldneun
am Alex gezählt sind. Sehr schade!
Wieder was Neues im alten Westen!
Die Vesper Bar eröffnet heute Abend
am Kurfürstendamm 160. Nur
geladene Gäste sind heute willkommen,
ab morgen kann jeder in die Bar im Bond-Stil.
Ernährung
02. Januar 2012
Die Idee ist simpel: Man sucht sich eine Partnerin oder einen Partner, addiert dessen Fleischkonsum zu seinem eigenen und teilt das Ganze durch vier. So kommt man zwar nicht immer auf die Hälfte seines Verzehrs, mit ein wenig auf- und abrunden aber zu einer Reduzierung.
So einfach das Prinzip ist, so erstaunlich ist das Medieninteresse. RBB, die taz und die Süddeutsche haben bereits Beiträge ausgestrahlt und gedruckt, der Hessische Rundfunk produziert gerade einen kurzen Clip über den Halbzeit-Vegetarismus. Und das Feedback, das Katharina Rimpler, Mitbegründerin der Kampagne, erhält, ist mittlerweile mehr als positiv. „Das Projekt hat mein Leben verändert“, schrieb ihr ein halber Vegetarier.
Aber nicht alle sind überzeugt von der Idee. „Am Anfang sind hunderte Hassmails eingegangen“, sagt Katharina, „meistens von Veganern“. Es scheiden sich hier Praktikabilität und Theorie, vor allem Liberalität von rauer, kantiger Ideologie. Die Argumente für alles jenseits des strengen Vegetarismus sind altbekannt – weswegen sie auch keiner mehr hören kann. „Die Menschen sind genervt vom ideologischen Zeigefinger. Es funktioniert einfach nicht, wenn sie sich schlecht fühlen sollen“, erklärt Katharina. Allerdings ist es nicht so, dass hinter ihrem Konzept keine Idee stünde. Nachhaltigkeit respektive ressourcensparendes Leben ist ihre Motivation. Mitleid hingegen spielt keine Rolle für sie: „Ich würde bestimmt kein Kalb essen, das ich kennengelernt habe, aber wir sind gewohnt das Mitleid auszublenden, es wird uns einfach ermöglicht.“
Aber reicht der praktische Ansatz, um die Welt zu verbessern? Jonathan Safran Foer, der Autor von „Tiere Essen“, hat ein interessantes Rechenbeispiel aufgemacht: 20 Millionen Menschen, die einen Tag in der Woche auf Fleisch verzichteten, brächten mehr als eine Millionen Vegetarier. Dementsprechend kann man Katharina Rimpler auch nicht vorwerfen, dass ihr Halbzeitvegetarismus auch nur halbe Ideologie sei – allerdings: Spült sie nicht konsequente Ernährungsprinzipien weich bis zur zufriedenen Bequemlichkeit? „Nein, die Idee ist für Leute, die schon aufgeklärt sind und endlich was ändern wollen. Halbzeitvegetarier ist ein Einstieg, kein Ende“, entgegnet Katharina, das bestätige ihr auch das positive Feedback. Was bleibt also dem hartnäckigen Fehlersucher? Nichts außer dem Ärger über die Einfachheit.
(mapu)
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