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Heimat

Obdachlosen-Uni | Bildung von und für jeden

       18. September 2013       

Die mobile Bildungseinrichtung Obdachlosen-Uni bietet Menschen ohne eigenem Dach über den Kopf einen Zugang zu Wissen.

Das Wintersemester 2013/2014 steht in den Startlöchern. Eifrig werden WG-Zimmer gesucht, Kurse belegt und die Zukunft geplant. Jedoch stehen nicht jedem die zahlreichen Bildungseinrichtungen in Berlin offen. Ohne festen Wohnsitz, ohne festes Einkommen ist der Zugang verwehrt. Um den betroffenen Menschen dennoch eine Chance auf Bildung zu geben, wurden bereits in anderen deutschen Städten mobile Bildungseinrichtungen geschaffen. Für Berlin begann Maik Eimertenbrink im Jahr 2011, die Idee einer Obdachlosen-Uni zu realisieren. Doch sind es in Berlin nicht nur ehrenamtliche Dozenten die das Vorlesungsverzeichnis füllen, auch Obdachlose selbst sollen die Möglichkeit erhalten, Wissen weiterzugeben. Damit soll ein Gefühl des „Gebraucht-Werdens“ vermittelt werden.

Mit einer Vorstudie und Umfragen hat der Kommunikationswirt Maik Eimertenbrink in Kooperation mit anderen Institutionen seinerzeit die Basis aufgebaut. Hat mögliche Vorlesungsthemen erforscht und Einrichtungen gewonnen. Nun, im Jahr 2013 hat sich die Obdachlosen-Uni etabliert. Mit Philosophie-, Theater- und Computerkursen erfährt die Bildungseinrichtung, deren Veranstaltungen an unterschiedlichen Orten stattfinden, eine positive Resonanz bei Teilnehmern und Unterstützern. „Natürlich begünstigt der Zufall auch vieles“, berichtet Maik Eimertenbrink. Wird vorher in den entsprechenden Einrichtungen beispielsweise Frühstück angeboten, ist die Teilnehmerzahl der Kurse oft größer.

Leider können die Kurse keine Aus- oder Weiterbildung ersetzen. Das sollen sie aber auch nicht. „Sie sollen einen Raum für Beschäftigung geben, Ablenkung schaffen, andere Sichtweisen eröffnen und einen Gegensatz zum rauen Leben herstellen“, erklärt Eimertenbrink. Nach der langwierigen Aufbauarbeit ist die Obdachlosen-Uni heute fast zu einem Selbstläufer geworden. Trotz der rein ehrenamtlichen Umsetzung sind die Aufgaben verteilt und Eimertenbrink muss nicht mehr „um Vertrauen buhlen“. So ist zum regulären Semesterstart an den Hochschulen auch das Vorlesungsverzeichnis der Obdachlosen-Uni gefüllt.

(lbr)


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