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Heimat

Spreepark | Stillgelegtes Vergnügen

       18. September 2013       

Bei Führungen durch das Spreeparkgelände gibt es Hintergrundinformationen über den aktuellen Stand des geplanten Verkaufs.

„Der Spreepark ist noch geschlossen. Sie merken, ich bin da sehr optimistisch“, betont Tourguide Christopher Flade, der seit vier Jahren Besucher durch das 28,5 Hektar große, seit 2001 brachliegende Gelände führt. Dabei habe es nie Zeiten ohne liquide Investoren gegeben, ein Neuanfang für das Freizeitgelände scheiterte bisher nur an den Vertragsbedingungen und merkwürdigen Zufällen, erklärt Flade. Einer der ersten Investoren hatte zur Bedingung, die Loopingbahn mit erwerben zu wollen. Kurz darauf wurde diese vom Insolvenzverwalter noch unter dem Metallwert verkauft. „Hätte man das gewusst...“, bemerkt Flade ironisch. Als Pia Witte den Park 1996 übernahm, wurde mit dem Land Berlin ein Erbbaupachtvertrag geschlossen, der noch bis 2061 gültig ist.

Nach Vertragsabschluss wurden Plänterwald und Teile des Parkgeländes unter Landschaftsschutz gestellt. Seitdem sind nur noch 300.000 Besucher jährlich gestattet und die vorhandenen Parkplätze dürfen nicht benutzt werden. Gefordert wird vom neuen Pächter der Bau eines Parkhauses und ein vierspuriger Ausbau des Dammweges. Generell dürfen alle Fahrgeschäfte oder neue Gebäude die Baumkronen nicht überragen und auch andere strikte Vorgaben klingen wie Hohn.

Die Zwangsversteigerung des Erbpachtvertrages wurde im Juli vom Land Berlin abgebrochen und soll im Winter neu stattfinden. Flade berichtet: „Obwohl Berlin behauptete, nicht mitbieten zu wollen, gab es das erste Gebot ab und steigerte fleißig weiter. Bemerkenswert ist, dass erst bei einer Summe von knappen 2,5 Millionen Euro gestoppt wurde. Ist auch eine interessante Information für den Steuerzahler, finde ich.“ Der eigentliche Auktionsgewinner war Carlos Fleischmann, Geschäftsführer einer Gemeinschaft von Konzert- und Theaterveranstaltern. Er wollte den Spreepark zu einem Kulturpark mit Veranstaltungen wie Konzerten oder Lesungen machen. Erfahrung hat der Organisator des Greenville Festivals, dennoch wollte das Land Berlin sein Konzept genauer prüfen – und nebenbei noch die notwendige Genehmigung des Abgeordnetenhauses einholen, um bei der nächsten Versteigerung über drei Millionen Euro bieten zu können. Die Zukunft bleibt also offen, denn obwohl sich das Land Berlin offiziell für die Neueröffnung eines Kulturparks aussprach, handelt es sich um ein Grundstück in optimaler Lage und auf der anderen Spreeseite werden auch schon fleißig Neubauten errichtet.

(cr)



Spreepark, Führungen: Samstags und Sonntags 13 Uhr und 16 Uhr, 15 €,Kiehnwerderallee 1-3, Berlin-Treptow, www.berliner-spreepark.de


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