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Kunst

Barbara Klemm | Historische Momente und Alltagsszenen

       21. November 2013       

Der Martin-Gropius-Bau zeigt eine Retrospektive der Fotografin Barbara Klemm, die vor allem durch ihre Arbeiten als Bildjournalistin für die FAZ bekannt wurde.

Die 1939 in Münster geborene Fotografin Barbara Klemm wird häufig als Chronistin der deutsch-deutschen Geschichte bezeichnet. Sie dokumentierte zentrale historische Momente, wie das Treffen von Willy Brandt und Breschnew in Bonn 1973 und den Fall der Mauer 1989. Zu einem wichtigen Bestandteil ihres Werkes gehören auch die ausdrucksstarken Künstlerportraits. Klemm überlässt es dabei den Dargestellten, eine für sie eigene Pose zu finden. Künstler wie Joseph Beuys und Mick Jagger nehmen scheinbar selbstverständlich und selbstbewusst den Raum für sich ein, während andere eher im Hintergrund des Bildes bleiben. Meret Oppenheim, die Klemm bei der siebten Documenta in Kassel 1982 ablichtete, trägt kurzes graues Haar und eine dicke, schwarze Hornbrille durch die sie etwas verschmitzt und beinahe verlegen seitlich in die Kamera blickt. Besonders beeindruckend ist auch eine Fotografie von Simone de Beauvior in Paris von 1986. Die Philosophin zieht, mit dem Rücken zum Betrachter gewendet und den Blick auf das eigene Abbild gerichtet, eine verspiegelte Tür hinter sich zu. So entsteht der Eindruck, Beauviors Spiegelbild versuche, sie von sich selbst wegzuziehen.

Die eindrucksvollsten Arbeiten stellen jedoch die flüchtigen, zufällig festgehaltenen Alltagsszenen dar, die Klemm als Redaktionsfotografin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von 1970 bis 2004 in ganz verschiedenen Teilen der Welt eingefangen hat. Auf ihren Reisen begegnete sie Menschen in ganz unterschiedlichen kulturellen Situationen und sozialen Milieus. Barbara Klemm verfügt über ein Gespür für die zeitliche und räumliche Bestimmung eines guten Motivs oder einer einzigartigen Szene. Die Eltern der Fotografin waren beide Maler, was sich in der beeindruckenden Komposition ihrer Bilder widerspiegelt. Bis heute fotografiert Barbara Klemm ausschließlich in Schwarz-Weiß und analog. Ihre Arbeiten aus der Kupfertiefdruckbeilage “Bilder und Zeiten”, erschienen in der FAZ, wirken eher wie haptisch erfahrbare Gemälde als eindimensionale Fotografien. Die Ausstellung zeigt so nicht bloße Zeitdokumente, sondern eine Rückschau auf das umfassende Werk einer vielseitig begabten Künstlerin. (ms)

Barbara Klemm - Fotografien, Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7/Ecke Stresemannstraße 110, Berlin-Kreuzberg, www.berlinerfestspiele.de


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