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Kunst

Count down | Abschlussausstellung im Acud

       20. Dezember 2013       

Die Kunst des Kollektif Serendipität wird jeden Tag günstiger - eine Persiflage auf den Kunstbetrieb.

In der Galerie des Acud werden gerade zwei Countdowns herunter gezählt: Zum einen der Countdown der Zeit, die dem Künstler-Kollektiv Serendipität in den Galerie-Räumen des Acud noch bleibt. Denn das Gebäude ist verkauft worden, Theater- und Kinobetrieb bleiben bestehen aber das Kollektiv muss raus.

Anstatt Trübsal zu blasen nutzen die Künstler die Situation für eine Ausstellung, die eine Persiflage auf den Kunstbetrieb und Kunstauktionen ist. Und hier kommt der zweite Countdown ins Spiel: Die ausgestellte Kunst des Kollektif Serendipität wird nämlich jeden Tag günstiger. Anstatt hoch wird also runter gezählt, und zwar um Kunst bezahlbar zu machen. „Es gibt Kunst, der werden die Scheine und Schecks nur so hinterher geworfen“, sagt die Künstlerin Grit Lindau. Die Künstler des Kollektivs Serendipität wollen Fragen nach dem Zusammenhang von Preis und Wert stellen. Wie günstig darf Kunst sein, um überhaupt noch als Kunst wahrgenommen zu werden? Denn Geld ist ein Problem für viele Künstler. Nicht nur das Geld für Miete und Leben, sondern auch für qualitativ hochwertige Materialien.

 

Bei der ausgestellten Kunst musste zum Glück nicht gespart werden. Neben Tonskulpturen, Collagen aller Art und viel Abstraktem fallen die surrealen Fotographien von Tschari Pipri auf, sie haben solch eine phantastische Sogkraft, dass sie für das vier- oder fünffache verkaufbar wären. Ein anderes kostengünstiges Highlight sind die dadaistischen Collagen von Catherine Ricoul auf vergilbten Zielscheiben, wie sie beim Schießsport benutzt werden. Die Ausstellung läuft noch bis zum 30. Dezember und je länger man wartet, desto günstiger wird’s. Man muss allerdings abwägen, was einem bis dahin alles vor der Nase weggeschnappt worden ist. Wer sich einen Überblick verschaffen will, kann das zur Halbzeit am 21. Dezember tun, die ab 19 Uhr mit Performances und Livemusik gefeiert wird.

 

(jor)

Kollektif Serendipität, Acud-Galerie im Acud-Kunsthaus, Veteranenstr. 21, Berlin-Prenzlauer Berg, www.serendipity-gallery.de


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