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Rainer Ehrt | „Preußisch-Allzupreußisches“

       21. Februar 2012       

Der Alte Fritz feiert 300. Geburtstag und Cartoonist Rainer Ehrt mischt mit.

Es ist das Jahr von Friedrich dem Großen. Nie war er populärer als heute, im Jahr seines 300. Geburtstages. Unzählige Ausstellungen, Reportagen und sogar ein Musical soll es in diesem Jahr geben. Auch Rainer Ehrt schreibt sich auf die Liste der Gratulanten, denn in seiner Ausstellung „Preußisch-Allzupreußisch“ im Willy-Brandt-Haus lässt er die preußische Geschichte und damit verbunden die Figur Friedrich II. aufleben.

Wie er das macht, ist ungewöhnlich, gar skurril und humorvoll. Rainer Ehrt ist nicht nur Grafiker, Maler, Illustrator und Cartoonist, sondern auch Satiriker. Er beschreibt die historischen Persönlichkeiten und Orte Preußens mit kritischen Bildern und Figuren, aber immer historisch einwandfrei.

Ob Friedrich II., Voltaire, Bismarck oder Kleist. Persönlichkeiten aus Politik, Militär und Kultur haben es in seine Ausstellung geschafft und wurden auf der Eröffnung von unzähligen Gästen, die sich dicht an dicht an seinen Werken vorbeidrängten, unter die Lupe genommen, natürlich immer auf der Suche nach der Pointe im Bild. Häufig zierten die Gesichter der Besucher dabei runzlige Stirnen und fragwürdige Blicke. Grund dafür: Seine Bilder sind ohne historisches Hintergrundwissen nur schwer zu begreifen. So soll es aber auch sein, wenn es nach dem Künstler geht. „Ich mache es den Leuten nicht leicht und man muss halt ein bisschen Gehirnschmalz investieren und nachlesen“, erklärt Ehrt.

Dass er seine gesammelten Werke jetzt im Willy-Brandt-Haus zeigen darf, hat für den Gewinner des „Grand Prix World Press Cartoon 2008“ in Lissabon, den Oscars der Cartoonisten, einen besonderen Wert. „Das ist wirklich mein größtes Glück und ein echtes Highlight. Für mich ist es eine fantastische Chance im Herzen Berlins.“ Und das obwohl er bekennender Provinzler ist: „Berlin ist für mich immer ein Abenteuer, aber auch ein Moloch und eine Großstadtwüste. Ich habe ein gespaltenes Verhältnis zu Berlin, wie zu Preußen.“

Sein Verhältnis zu Berlin kann man in seinen Bildern nicht erkennen, aber das zu Preußen dafür umso stärker und kritischer. Letzteres zeigt Rainer Ehrt noch bis Anfang April in seiner Ausstellung im Willy-Brandt-Haus. (ihe)

Willy-Brandt-Haus, Wilhelmstraße 140 / Stresemannstraße 28, Berlin-Kreuzberg,

www.willy-brandt-haus.de

Di-So 12-18 Uhr, Eintritt frei. aber Personalausweis mitbringen

Ausstellungsfreiraum: bis 01.04.

 


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