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Fotografie

Ralph Gibson | Analoge Fotokunst

       05. Juli 2012       

Noch bis zum 4. August zeigt die Galerie Camera Work etwa 80 Fotografien des Künstlers. 

Kaum einer fotografiert in unserer heutigen, digitalisierten Gesellschaft noch analog. Der New Yorker Fotokünstler Ralph Gibson allerdings nimmt alle seine Bilder mit einer analogen Leica auf, und das seit über vier Jahrzehnten. Eine Ausstellung präsentiert jetzt sowohl Auszüge aus Gibsons bekannteren Serien wie The Somnambulist, Déjà-vu und Days at Sea, als auch bisher unveröffentlichte Fotografien. 

Ralph Gibsons Fotografien werden nie nachbearbeitet. Viele von ihnen haben keine Titel, was dem Betrachter ermöglicht ihnen unvoreingenommen zu begegnen. Seine Motive sind vielfältig und erscheinen perfekt inszeniert. Zum einen sind seine Fotografien Momentaufnahmen, die Menschen im Bus, auf Tanzveranstaltungen oder in Cafés zeigen. Die Werke aus seiner Serie The Somnambulist hingegen wirken geradezu surreal. Sie erzählen die Geschichte eines Traumwandlers, ergründen Mythen und Gefühle des Schlafwandelns. Das wohl bekannteste Bild aus der Serie zeigt eine gespenstische Hand, die durch eine offene Tür reicht. Ist es die Hand des Schlafwandlers? Der Schatten der Hand wird an die gegenüberliegende Wand geworfen, was dem Bild eine schaurige Atmosphäre verleiht. Diese Themenwahl des Mystischen und Unergründeten war für die Fotografie Ende der 1960er Jahre sehr unkonventionell. So kam es, dass zunächst kein Verlag The Somnambulist veröffentlichen wollte. Daraufhin gründete Gibson kurzerhand seinen eigenen Verlag. Seitdem wurden seine Fotografien in unzähligen Fotobüchern publiziert.

Generell lenkt Gibson das Auge auf Ausschnitte und Details. Hände sind beispielsweise ein wiederkehrendes Motiv in Gibsons Fotografie. Die Aufnahme "Mary Jane in Small Mirror" etwa zeigt eine Hand, die einen kleinen Taschenspiegel hält. In dem Spiegel sind Lippen und Nase einer Frau zu sehen. Im Hintergrund: eine raue, kahle Landschaft. Spiegel tauchen ebenfalls öfter auf in Gibsons Bildern, so auch in einem Selbstporträt aus dem Jahr 1963. Das Porträt ist vom Inneren eines Autos aus aufgenommen und Gibsons Augen spiegeln sich im Fahrerspiegel des Autos.

In der Ausstellung werden zudem Gibsons Aktfotografien der jüngsten Vergangenheit gezeigt. In seinen Akten geht es Gibson nicht um Porträts. Vielmehr ist sein Stil abstrakt, und er konzentriert sich auf die ästhetischen Linien und Formen des weiblichen Körpers. (ms)

Galerie Camera Work Kantstraße 149, Berlin-Charlottenburg, Di - Sa  11- 18 Uhr, Eintritt frei, www.camerawork.de


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