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Disco Funk Schlager

Schmalz genau gehört | Freddy Fischer & His Cosmic Rocktime Band

       16. Mai 2012       

Funk, Disco – und Schlager. Eine gewagte Mischung, die Freddy Fischer seinem Publikum kredenzt. Und überaus großartig. Wer das nicht glaubt, sollte sich beim Groovy-Schmusi-Konzert im Monarch überzeugen lassen.

Ein Spieleabend mit viel Wein irgendwo in Friedrichshain: „Spiel doch mal Freddy Fischer!“ „Wen?“ „Freddy Fischer, voll gut.“ „Kenn ich nicht. Und sieht komisch aus. Ist das so Retro-Schlagerscheiß?“ „Ich mach mal an.“ „Du bist wunderschön und ich liebe dich. Und das wird sich nie ändern. Alles wird vergehen, nur die Liebe bleibt für die Ewigkeit...“

Klatsch! Eine ordentliche Portionen Schmalz und Kitsch, voll auf die Ohren. Zuerst ist da der Schock. Und die offensichtlich angeborene Abneigung gegen alles schlagereske. Aber dann hört und sieht man genauer hin: Unter den Schmalz mischen sich säuselnde Orgelklänge (ja, Orgel!) und funky Gitarrenriffs. Die imaginäre Discokugel dreht sich. Derart kombiniert und mit einem Augenzwinkern betrachtet sind plötzlich auch die romantisch-naiven Texte irgendwie total super. Der Fuß wippt. Und auch an der Optik von Video und Mensch lässt sich nach einer Weile Gefallen finden: Irgendwo zwischen Hitparade von vor 40 Jahren und Helge-Schneider-Wahnsinn singt und rennt und tanzt Fischer samt Band über den Bildschirm. Mit viel Haar, besonders rund ums Ohr, antiken Cluboutfits und einer riesigen Gelbglasbrille. Der Protest um die Musikauswahl verstummt langsam. Und die weinseelige Gruppe beginnt, sich ein bisschen zu freuen über diesen Mann.

Aber es lohnt sich, noch ein bisschen tiefer in die Welt des Berliners Freddy Fischer einzutauchen: Denn hinter der leicht trashigen Fassade steckt ein virtuoser Herzblutmusiker, der im Juni sein drittes Album „Dreimal um die Sonne“ auf den Markt bringt. Und mit einer Mischung aus 70er-Jahre-Funk, Discobeats und Schlagertexten einen musikverwöhnten Hauptstädter nach dem anderen um den Finger wickelt. Der ganz selbstverständlich Manfred Krug zu seinen Einflüssen zählt. Und der sich bei schummerigem Licht jahrelang durch die Kleinclubs Berlin spielte, um schließlich auch über die Stadtgrenzen hinaus neue Freunde zu finden.

Seine Fans wissen, was sie an ihm habe. Freddy Fischer macht Spaß. Und Spaß haben, lachen, tanzen ist schön. Und er ist einer der wenigen Musiker, die nicht nur gleich mehrere Retro-Genre zu verknüpfen wissen, sondern auch die Balance zwischen Albernheit und Können beherrschen. Besonders live ist das ein Fest. Fischer ist ein Tier an der Orgel. Ein absoluter Entertainer. Nicht der größte Sänger, nicht mehr der Jüngste, aber mit sehr hohem Unterhaltungsfaktor. Wer erleben möchte, wie er vom Tod im Waschsalon, Sternen, Tränen, Küssen und Träumen singt und extatisch in die Tasten haut, sollte die Tour zum neuen Album nicht verpassen. (isi)

 Am 17. Mai, 20 Uhr, Freddy Fischer - Record-Release-Konzert und Party, Monarch, Skalitzer Straße 134, Berlin Kreuzberg, www.kottimonarch.de, www.freddyfischer.com


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