15.12.2017

Immer frisch serviert!

Neues aus der Gastroszene.

Der EssPress im Jahresabo,

12 Ausgaben zu 42 €!

Einfach  Button klicken.

07.01.2017

Immer frisch serviert!

Neues aus der Gastroszene.

Der EssPress im Jahresabo,

12 Ausagen zu 42 €!

Einfach  Button klicken.

07.01.2017

Zeit

Wer ist der Schnellste? | Sekunden, Minuten, Stunden …

       08. August 2013       

Die Ausstellung „TEMPO TEMPO! Wettlauf mit der Zeit“ im Museum für Kommunikation widmet sich dem Phänomen der Zeit.

 

Ein Fahrkartenautomat empfängt den irritierten Besucher. Um seine Zeit hinterher auch kontrollieren zu können, wird die Eintrittskarte abgestempelt. Etwas verwundert, dennoch neugierig steuern die Besucher die erste Ausstellungstafel an. Sie verkündet: Zeit ist zwar eine messbare Einheit, das Zeitempfinden jedoch nicht, es ist subjektiv.

Dieses Phänomen ist bekannt. 10 Minuten, die ich auf den Bus warte, können wie eine Ewigkeit vorkommen, 10 Minuten, die ich eisessend in der Sonne verbringe, vergehen wie im Flug. Das heißt aber dann auch, so die kluge Tafel in der Ausstellung, dass ich es letzten Endes selbst in der Hand habe, wie ich meine Zeit erlebe. So einfach ist es nun auch wieder nicht, denn alles ist ja bekanntlich abhängig von den Gesellschaftsstrukturen, in denen wir leben. Darüber soll die zweite Tafel aufklären. „Gefühlt haben wir immer weniger Zeit, obwohl wir, rein rechnerisch betrachtet, immer mehr davon haben müssten.“ Hm. Wie ist das jetzt gemeint?

Die Ausstellung ist in drei Räume aufgeteilt. Der erste stellt dar, welche Entwicklungsschritte der Mensch auf seinem Weg der höchstmöglichen Beschleunigung hinter sich gebracht hat. Angefangen hat alles mit der Post. Sie begann im 15. Jahrhundert durch die Ablösung erschöpfter Reiter und Rosse, Zeit einzusparen. Die Eisenbahn zieht nach und macht es möglich unerreichbare Entfernungen zu überwinden. Logistik, Wirtschaft und Technik streben alle nach dem neuen Motto: „Zeit ist Geld“. Die Nachfrage ist da, das zeigt der Konsummarkt, Produkte wie: „WC-Blitz“, Tortenguss „Blitzguss – ohne kochen“ oder das Gesichtspeeling „quick & clean“ werden zu Verkaufsschlagern.

Im zweiten Raum wird der Besucher mit sich selbst konfrontiert. Das Zeitalter des „Überall-dabei-Mediums“, dem Smartphone, zeigt sich und seine Auswirkungen. Hier gibt es kein Entkommen: Jeder kennt Wikipedia und Coffee-to-go, fragen müssen wir uns nur noch, ob uns das gefällt oder nicht.

Dazu bietet der dritte Raum Gelegenheit. Im „Meine Zeit-Raum“ ergibt sich ein Moment des Innehaltens und Reflektierens durch Denkanstösse wie: „Was ist mein größter Zeitfresser?“, „Wodurch spare ich Zeit?“ oder auch „Wer bestimmt über meine Zeit?“ So wächst der Bogen zum Anfang der Ausstellung, denn wie wir gelernt haben, hat jeder sein Zeitempfinden selbst in der Hand. Ich stempel meine Eintrittskarte ab, laut der Zeitangabe habe ich etwas über eine Stunde in der Ausstellung verbracht.(lj)

 

TEMPO TEMPO! Wettlauf mit der Zeit, Sonderausstellung bis 1. September 2013, Museum für Kommunikation,  Leipzigerstraße 16, Berlin-Mitte,+49 30 20 29 40, www.mfk-berlin.de

 


Bewertung abgeben
 

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und um automatisiertem Spam vorzubeugen.
11 + 1 =
Das einfache mathematische Problem ist zu lösen und das Ergebnis einzugeben. Z.B. muss für 1+3 der Wert 4 eingegebene werden.