24.04.2014

Absolventen der Berliner Kunsthochschulen

zeigen bei „Die junge Kunst" regelmäßig aktuelle Arbeiten.

Heute beginnt die Kunstausstellung LOST.

Ab 19 Uhr Werke von Wilhelm Julius Müller,

Regina Nieke und Achim Riethmann.

25.04.2014

Nach einer längeren Pause:

Mit seiner 20/20 Experience World Tour

kommt Justin Timberlake nach Deutschland.

Heute ist er um 20 Uhr in der O2 World.

Am 6. Juni ist ein weiterer Auftritt geplant.

24.04.2014

Ausstellung

Chloe Grove und Ian Liddle | Digital Distortion in Neukölln

       26. August 2011       

Zwei englische Künstler machen verzerrte Video- und Fernsehbilder zu Kunst

„Die Gehirne in warmes salziges Wasser legen, um sämtliches Blut zu entfernen. Dann zwei Minuten kochen, abtropfen lassen und in eine Soßenpfanne mit Milch gegeben. Eine Prise Salz und Pfeffer hinzufügen. Die Gehirne nach zwanzigminütigem Köcheln aus der Pfanne nehmen, die Milch mit Mehl zu einer sämigen Soße verarbeiten. Serviervorschlag: Auf einer Scheibe Toast.“

 

Was heute nach einem Voodooritual klingt, stand in der Nachkriegszeit in handelsüblichen Kochbüchern. „How to cook brains for an invalid“ lautet das Rezept, abgedruckt auf der Rückseite des Flyers. Ein kleiner Papierschnipsel, mit denen Chloe Grove und Ian Liddle zu ihrer Ausstellung in Das Gift einladen. Sie wollten so ein Gefühl für ihre Kunst vermitteln: Sie kochen nicht nach alten Rezepten, sondern richten Bekanntes neu an, indem sie es aus seiner gewohnten Umgebung reißen.

 

Hierfür haben sich die beiden englischen Künstler, die seit Jahren in Berlin leben, der Digital Distortion angenommen. Ein Phänomen, das jeder kennt, der schon einmal Videoclips geschaut oder online ferngesehen hat: Verbindungsprobleme führen dazu, dass sich zwei oder mehr Bilder miteinander vermischen, ineinander verheddern und vor allem gegenseitig verzerren. Dieser kurze Moment wird von Grove und Liddle mit Pinsel und Farbe aus der digitalen Welt gerissen und auf die Leinwand gebannt. So entstehen bizarre Bilder: Ein seriöser Nachrichtensprecher verwandelt sich in einen Nacktmull, der Kopf seines Korrespondenten wird diagonal verzerrt, so als offenbare der digitale, vermeintliche Fehler für einen kurzen Moment die wahre, hämisch-goblinhafte Gestalt. Das Ungewollte wird so zur Kunst. Besonderen Ausdruck und damit Eindruck hinterlässt ein Pfarrer, dem sich ein reizvolles Mädchen aufdrängt. Neben der Malerei stellen Ian und Chloe noch einige ihrer Collagen aus, bei denen sich Haute Cuisine und Haute Couture miteinander vermischen.

 

(mapu)

 

Das Gift, Donaustraße 119, Berlin-Neukölln

www.dasgift.de

Mo-Fr 19-2 Uhr, Sa+So 19-4 Uhr


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