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Ausstellung

My Icon | Moderne Göttlichkeiten?

       02. September 2013       

Die Ausstellung „My Icon“ im Haus Schwarzenberg beschäftigt sich mit dem Begriff der Ikone und was heute darunter verstanden werden kann.

Eine Ikone ist im ursprünglichen Sinne die Abbildung eines religiösen Symbols, meist einer Figur, die eine Verbindung zwischen Betrachter und – letztendlich – Gott herstellen soll. Doch wie funktioniert das in der heutigen Zeit? Immer weniger Menschen sind gläubig und selbst diejenigen, die es sind, erkennen ihren Glauben häufig nicht in den traditionellen Gottesbildern der Weltreligionen wieder. Die 13 Künstler, die an der Ausstellung „My Icon“ beteiligt sind, beschäftigen sich mit dem Begriff der Ikone und versuchen Alternativen in der modernen Gesellschaft zu entdecken.

Die Bilder der russischen Malerin Olga Volchkova beispielsweise erinnern auf den ersten Blick an die typischen, religiösen Porträtierungen der Jungfrau Maria. Sieht man genauer hin, erkennt man die Besonderheit: Jede der Figuren hat ein eigenes Symbol bei sich, das sich im Namen wiederfindet. Und diese Symbole sind Alltagsgegenstände. So gibt es St. Citron, St. Tea und St. Tigerlilly. Dahinter steckt eine interessante Beobachtung: Ikonen scheinen heutzutage Dinge zu sein, die für den Einzelnen selbst eine besondere Bedeutung haben.

Dazu passt auch ein Satz der Künstlerin Danielle Picciotto, der ihren Kunstwerken voran gestellt wird: „An Icon can only be born by overcoming your worst enemy – yourself“. Bei der Betrachtung von Picciottos Grafiken wird die Aussage deutlicher. Ihre Bilder zeigen häufig eine im Vordergrund stehende Figur, die so aussieht, als würde im Austausch mit dem, was um sie herum passiert, eine zweite Figur aus ihr hervorwachsen. Auch hier wird klar, dass Ikonen mittlerweile individuelle Konstrukte sind. Sie haben mit dem ursprünglichen religiösen Gedanken, bei dem Vorbilder klar vorgegeben werden, nicht mehr viel zu tun.

Ein Kunstwerk beschäftigt sich dann doch mit dem Thema Glaube: Ein Fernseher zeigt ein Interview mit einer Frau, die über zehn Jahre in einer Sekte gelebt hat, in der Kinder sexuell missbraucht wurden. Sie berichtet über ihre Erlebnisse, die sie heute so schockieren, für sie jedoch damals völlig normal, ja sogar richtig waren. Ein Beispiel für die Gefahr von Ikonen – der bedingungslose Glaube an sie kann unter Umständen blind machen.

 

(lj)

„My Icon“ im Neurotitan Haus Schwarzenberg, Rosenthalerstraße 39 Berlin Mitte 31. August bis 21. September 2013, Tel. +49 30 30 87 25 76, www.neurotitan.de 


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