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Kunst

Ausstellung „Fragmente“ | Verlassene Orte, morbide Objekte

       27. November 2013       

In der Aff-Galerie werden seit dem 23.11. in der Ausstellung „Fragmente“ laufende Projekte von Berliner Fotografen vorgestellt.

Normalerweise bekommt man in Kunstausttellungen nur fertige Werke zu sehen. Nicht so in der aktuellen Ausstellung des Ateliers freier Fotografen, kurz Aff. Dort stellen in der Ausstellung „Fragmente“ acht FotografInnen aktuelle, noch unfertige Arbeiten vor, um mit den BesucherInnen der Galerie in einen Dialog zu treten. Neben den Arbeiten hängen Notizblöcke, die dazu einladen, Vorschläge zu liefern und aufzuzeigen, was den Werken noch fehlt, um diese zu vervollständigen. Die vorgestellten Arbeiten sind ganz unterschiedlich. Ulrich Schmidt und Matthias Menge nutzen das Licht der Blauen Stunde, um Berliner Orte mit ihrer Großformatkamera in schwarzweiß abzubilden. Constantin Köster wendet sich hingegen in seiner Studie kanadischer Stadträume erstmalig der Farbfotografie zu. 

Die Berliner Fotografin Katrin Streicher präsentiert in ihrer Arbeit „Nach dem Sturm“ Bilder einer Kleingartenanlage in Neukölln, die 2010 zerstört wurde, um Platz für den Ausbau der A100 zu schaffen. Ihre Fotografien zeigen verlassene, langsam verfallende Schrebergartenhäuschen, die – scheinbar in der Zeit eingefroren - auf eine immer noch ausstehende Entscheidung des Senats warten. Da hängt zum Beispiel an einer Holzwand, von der die weiße Farbe abblättert, neben dem Eingang ein vergessener roter Strohhut. Die Bilder sind verstörend, weil die Häuschen so wirken, als seien ihre Besitzer ganz unvermittelt durch einen Sturm überrascht worden und hätten keine Zeit gehabt, ihre Habseligkeiten zu retten. Eine Allegorie auf die mutwillige Zerstörung.

Auch die Arbeit von Katrin Tschirner irritiert. In einem Aquarium liegen tote Fische. Einsam zieht der letzte Überlebende über ihnen seine Bahnen. Ein anderes Bild zeigt ein Glas voll toter Wespen, deren erstarrte Leiber im Zuckerwasser wie in einem Bernstein gefangen sind. Tschirner versucht seit vielen Jahren die immer wieder wechselnden Impressionen Istanbuls einzufangen. In ihren Portraits verschwimmen die Grenze zwischen Subjekt und Objekt, indem eine unmittelbare Intimität, ja eine Komplizenschaft, zwischen Betrachter und Abgebildeten hergestellt wird. Zu sehen sind diese Bilder noch bis Anfang Dezember.

(mes)

„Fragmente“, Aff Galerie, Kochhannstrasse 14, Berlin-Friedrichshain, www.aff-galerie.de


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