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Kunst

Boys Club | Leben im Projektraum

       13. Februar 2014       

Der Boys Club ist sowohl Wohngemeinschaft als auch Projektraum.

Die Britin Laura Jefcoate (Foto, links), der Italiener Riccardo Torresi (Foto, rechts) und die Amerikanerinnen Harley Aussoleil (Foto, Mitte) und Jes Walsh sind eine Wohngemeinschaft, die ihren Wohnraum in Kreuzberg auch für kreative und soziale Projekte nutzt. Nach Berlin kamen sie alle, um einen alternativen Lebensstil zu verfolgen und sich mit kreativen, anders denkenden Menschen zu verknüpfen und auszutauschen. Als die WG im vergangenen Jahr gegründet wurde, hatten sie kaum Besitz, es musste renoviert werden und es gab anfangs nicht einmal heißes Wasser. Das schweißt zusammen: „Wir waren gezwungen zusammenzuhalten, um alles aufzubauen. Es ist interessant, wie viel man zu teilen hat, wenn man nichts besitzt“, erzählt die Künstlerin Laura, die im Boys Club bereits einige Performances initiierte.

So veranstaltete die WG schon eine Hochzeit und die Beerdigung des fiktionalen Charakters „Laura Palmer“ der TV-Serie „Twin Peaks“. Nun will sich Harley taufen lassen. Auf die Frage, nach der Bedeutung dieser Performances entgegnet Laura: „Letzten Endes ist es eine Feier. Es ist wie eine transformierte Party.“ Dabei ist den Mitgliedern des Boys Club sehr wohl bewusst, dass es bereits eine endlose Zahl „alternativer“, „subversiver“ Projekträume in Berlin gibt und darauf reagieren sie spielerisch selbstironisch, trotzdem sind ihre Projekte nicht nur Spaß.

Die Mitbewohner wollen sich mit ihrer Nachbarschaft vernetzen und ihre eigene Beziehung zur Stadt als ausländische Künstler und Studenten immer wieder überprüfen und hinterfragen. Deshalb wird es auch weiterhin viele Projekte, wie die „Trade School“ geben, bei der Dienstleistungen und Güter getauscht, statt bezahlt werden. Zuletzt stellte der Boys Club seinen Raum für einen Tanzworkshop zur Verfügung. Im Februar sind Stimmtraining und ein Pizza-Workshop geplant. Auch „Media-Spaces“-Student Riccardo hat noch viel vor. Er plant den Wohnraum mit Video, Mikrofonen und Sensoren für interaktive Installationen zu verkabeln. Gut, dass die vier ebenso spontan in ihrem Zusammenleben sind, wie mit ihren Ideen, denn ein Leben im Projektraum ist tägliche Inspirationsquelle und Herausforderung zugleich.

(mes)

Boys Club, Gneisenaustraße 52, Berlin-Kreuzberg, www.boysclub52.tumblr.com, nächste Trade School 1.2. mit Stimmtraining 14-15.30 Uhr


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