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Kunst

Haus am Lützowplatz | Umschwung aus der Tradition

       04. November 2013       

Kurator Marc Wellmann erweckt den ältesten Kunstverein Berlins zu neuem Leben.

Es ist die erste Ausstellung von Marc Wellmann als Künstlerischer Leiter im Haus am Lützowplatz. Eine große Aufgabe, immerhin gibt es die ehrwürdigen Institution bereits seit 1938, als das Haus dem Verein Berliner Künstler übereignet wurde. Es folgten Ausstellungen, Lesungen, Konzerte – bis der Krieg das Gebäude auf die Grundmauern niederbrannte. Von Vereinsmitteln wiederaufgebaut, nahm 1960 die SPD mit Willy Brandt das Gebäude als Kulturclub unter ihre Obhut. Mittlerweile agiert der „Verein Förderkreis Kulturzentrum Berlin e. V.“ aber unabhängig. In der Vergangenheit hatte sich der Verein fast ausschließlich der Malerei verschrieben, das will Marc Wellmann nun ändern.

Der in Hamburg geborene und in Westberlin aufgewachsene Wellmann spielt bewusst mit der langen Tradition und Geschichte des Hauses. Er wählt Positionen mit kritischem Bezug auf die Realität, ohne sich als Politkunst abstempeln zu lassen, möchte gesellschaftspolitische Fragen stellen, ohne dogmatisch oder missionarisch zu sein. Bereits zu seiner Zeit als Direktor des Georg Kolbe Museums begeisterte ihn der feministische Ansatz der Performances von US-Amerikanerin und Wahlberlinerin Jen Ray, die er nun auch für seine erste Arbeit im Haus am Lützowplatz auswählte. 

„Better to reign in hell, than to serve in heaven“ heißt die Ausstellung mit Performance Elementen. Jen Rays Interpretation der modernen Frau zeigt graziöse Amazonen – umwerfend schön, skrupellos wütend. Gemeinsam kämpfen sie gegen einen unsichtbaren Feind. Männer existieren auf ihren Bildern nur wenn man genau hinsieht: Es sind zottelige Monster, die längst gezähmt wurden. Auf großformatigen Farbzeichnungen zeigt sie eine fantastische Welt mit akribischem Detail. Durch Performances, Installationen und Plastiken gelingt es ihr diese Welt auch im Raum real werden zu lassen.

(hl)

Haus am Lützowplatz, Lützowplatz 9, Berlin-Tiergarten, Tel. +49 261 38 05, www.hal-berlin.de


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