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Filmfestival

Interfilm | Ernsthaft aber mit einer Prise Humor

       20. November 2013       

Beim Interfilm Festival werden die besten Kurzfilme des Jahres prämiert.

Dem deutschen Film eilt der Ruf voraus, oft ernst, depressiv und schwer zu sein. Das Interfilm Festival, das zweitälteste und zweitgrößte Filmfestival Deutschlands, will dieses Vorurteil nun entkräften - zumindest teilweise. In vielen der gezeigten Filme geht es trotzdem um die großen Themen des Lebens. Ernsthaft bleibt es also immernoch, jedoch mit einer Prise absurden Humors.

 

Der zweitplatzierte Film „Das Geschenk“ von Mariejosephin Schneider handelt zum Beispiel von einem blonden Jungen mit traurigen Augen, der sich vor dem Streit seiner Eltern in eine Phantasiewelt flüchtet. Dort erwachen seine kleinen Indianerfiguren zum Leben. Gefilmt wurde das Ganze in der Brandenburger Prärie, in den vertrockneten Sandlandschaften eines Kohleabbaugebiets. Dort unterhalten sich Winnetou und Old Shatterhand mit den streitenden Stimmen der Eltern des Jungen.

 

Sieger der Herzen ist aber Stephan Müller mit seinem Beitrag „Kein richtiger Film“. Der Regisseur war bisher eher mit lustigen Beiträgen aufgefallen und wagt sich nun an Neuland: „Ich wollte mal einen gefühlvollen Film machen, meine witzigen Filme sind eigentlich nicht ehrlich gewesen“, sagt er dazu. Das Ergebnis ist eine Collage kreativer Bildspielereien mit der filmischen Vorstellung seiner Freunde. Zuerst gibt es eine weite weiße Schneelandschaft zu sehen, durch die eine Figur in weißem Neoprenanzug mit übergroßer Stephan Müller Maske läuft. Später malt er die Namen seiner Freunde in den Himmel, indem er Wolkenformationen zu Buchstaben werden lässt. Die Sequenz setzt sich zusammen aus Bildern, auf denen die Wolken schon die Form von Buchstaben haben und Aufnahmen von Wolken, neben die ergänzende Striche aus Pappe gehalten werden. „Noch ein bisschen nach rechts“, sagt jemand hinter der Kamera und schon wird der Wolkenbuchstabe durch eine Perspektiven-Verschiebung der Kamera am Himmel sichtbar. Mit persönlichen, kreativen und trotzdem witzigen Beiträgen wie diesem zeigt das Festival, das deutscher Film viel mehr sein kann, als nur schwere Kost.   (jor)


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