22.12.2014

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04.12.2014

Tom Liwa spielt Gitarre, singt und

schreibt seit ca. 35 Jahren Songs u.a.

mit der Band Flowerpornoes. Derzeit

entsteht ein neues Album der Band und

heute spielt er um 21 Uhr im Roten Salon.

04.12.2014

Kunst

Kolonie Wedding | Kunst im Kiez

       23. Februar 2012       

Der Projektraumverbund macht Kultur im Soldiner-Kiez.

„Kunst wird zu einem Drittel für Galerien gemacht, zu einem Drittel für Kuratoren und nur ein Drittel ist das, was der Künstler wirklich machen will“, ist sich der Vorstand der Künstlervereinigung Kolonie Wedding einig. Thorsten Weilguny, Josef Vilser und Archi Galentz setzen daher auf Projekträume als direkte, unbürokratische und unkommerzielle Kunst-Orte. Ohne die Filterfunktion der Mechanismen des Kunstmarkts: „Eine Galerie trifft immer eine Vorauswahl und schafft so für den Betrachter oder Sammler eine Absicherung, sowohl in ästhetischer als auch in ökonomischer Hinsicht. Fällt diese weg, muss jeder allein auf seinen eigenen Geschmack vertrauen.“

Dass diese Kunsträume sich gerade im Weddinger Soldiner-Kiez befinden, der in den letzten Jahren auch immer wieder als „Problemkiez“ in den Medien auftauchte, ist kein Zufall.

Vor zehn Jahren stellten Degewo und Quartiersmanagment im Rahmen eines Stadtentwicklungsprojekts günstige Räume für Künstler zur Verfügung, um den Kiez kulturell aufzuwerten. Mittlerweile ist die Kolonie ein eingetragener Verein, in dem sich 32 Projekträume zusammengeschlossen haben. Die Bandbreite reicht dabei vom Wohnzimmeratelier bis zur professionellen, monatelang vorbereiteten Ausstellung, von Malerei, Fotografie, Installationen bis zu Musik, Theater, Literatur und Handwerk.

Garik Karapetyan, acrylic ink on paper 40x40cm/ 2012

Viele der Künstler sind selbst im Kiez verwurzelt und über die Jahre haben sich Netzwerke herausgebildet. „Es gibt sowas wie einen Kiezunderground, was etwa Musik angeht“, lacht Thorsten Weilguny. Dazu gehören zum Beispiel Läden wie die „Kugelbahn“ in der Grüntaler Straße.

Dennoch ist an den Ausstellungswochenenden am Ende jedes Monats zu beobachten, wie sich die Straßen mit neuen Gesichtern füllen. „Viele, die sonst nie im Wedding sind, kommen dann aus Charlottenburg und anderen Bezirken. Ihnen können wir so auch mal ein anderes Bild vom Kiez vermitteln“, meint Josef Vilser.

Vom 24. bis 26. Februar werden wieder viele der Projekträume neue Ausstellungen zeigen. Wer sich zunächst einen Überblick verschaffen will, kann an einer Führung durch ausgewählte Ausstellungen teilnehmen. Oder einfach selbst auf Entdeckungstour gehen, schließlich sind alle Ausstellungsorte fußläufig erreichbar. Kiezig eben. (lmb)

Kolonie Wedding, nächstes Ausstellungswochenende Fr-So, 24.2. bis 26.2., Programm auf www.koloniewedding.de


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