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Kunst

Markus Draper | Geschichten der Zerstörung

       10. März 2014       

Auf schlichte und doch ergreifende Weise zeigt uns Markus Draper Bilder der Verwüstung. Bilder, die jeder schon einmal, wenn auch nur in veränderter Form, gesehen hat.

Geradezu vereinnahmend und überdimensional groß wirkt Markus Drapers Werk „Windsor Tower“. Düster und unheimlich erhebt sich diese fünf Meter hohe Ruine in dem hohen, hellen Raum der Berlinischen Galerie. Ein dunkles Ungetüm, das den Beginn der Sammlung markiert. Dagegen erscheinen die Ausstellungsstücke im Raum nebenan weit weniger bedrückend und finster.

Ohne Zweifel liegt das Hauptaugenmerk der Ausstellung auf dem Tower. Die akkurate, stückweise Nachbildung des ausgebrannten Hochhauses, das einst in Madrid stand, versetzt in Staunen. Man spürt gleich zu Beginn, dass der Tower und die abgebildeten Gebäude einmal mehr waren, als sie jetzt sind. Grau in Grau, fristen sie nun ein tristes Dasein. Draper betont diese Aussichtslosigkeit durch die Wahl der Farben. Es scheint als gebrauche er alle möglichen Nuancen von Hellgrau zu Dunkelgrau zu Schwarz. Nur ganz selten wird dieses Farbschema aufgebrochen.

Die Vielfalt der Ausstellung zeigt sich in den unterschiedlichen Ansätzen Drapers. Als Künstler hat er es sich zur Aufgabe gemacht, auf verschiedenen Wegen den Verfall bekannter und unbekannter Großbauten zu erzählen und auf seine Art zu dokumentieren. Mal nutzt er hierfür Collagen, installative Arbeiten und Videos oder setzt ganz auf die Malerei.

Draper überrascht mit ganz unterschiedlich gewählten Titeln der Werke: Verlässt er sich bei „Windsor Tower“ ganz auf den eigentlichen Namen des Gebäudes, so heißen andere Werke „Peeling“ oder „Alpenblick“. So idyllisch letzterer Titel auch klingt, so irritierender ist es, wenn man die Collage tatsächlich vor Augen hat. Die friedliche Naturlandschaft wird harsch unterbrochen von einem heruntergekommenen, halbfertigen Betonbau. Alles im Stil einer Collage aus schwarz-weiß bedrucktem Papier.

Der künstlerische Blick auf urbane Strukturen, Veränderungen und Verfall ist in seinen Werken nicht zu verkennen. Die Bedeutungsebene und Symbolhaftigkeit seiner Ausstellungsstücke zu greifen und zu verstehen, ist hingegen schon schwerer. Dies gelingt nur mit Hilfe der Einführungstexte und des spezifisch geschriebenen Infoblattes.

(lmb)

„Markus Draper“ in der Berlinischen Galerie, Alte Jakobstraße 124, Berlin-Kreuzberg, Tel. +49 30 78 90 26 00, www.berlinischegalerie.de, Ausstellung noch bis 30. Juni


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