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Interview

Lukas Bossert | „Grünkohl ist einfach am potentesten“

       21. Januar 2016       

Neben den klassischen Zubereitungsformen erlebt der Grünkohl seit einiger Zeit einen Aufschwung in ganz andere Richtungen. In den Vereinigten Staaten bereits als Superfood und Gesundbrunnen gefeiert, trauen sich auch hierzulande immer mehr Mutige an das grüne Gemüse.

Nicht ganz unverantwortlich an dem Revival scheint Daluma – Juicebar und Gesundheitstempel. Mitgründer und Rezeptentwickler Lukas Bossert hat uns aufgeklärt.

Warum Grünkohl?

Unter den natürlichen Nahrungsmittel enthält Grünkohl den größten Anteil an Eisen. Aber auch viele Mineralien wie Kalzium oder Magnesium, Vitamine wie A, B, C und K und Enzyme, die sonst bei grünblättrigem Gemüse nicht in dieser Dichte enthalten sind. Spinat und Salat sind auch gesund, aber Grünkohl ist einfach am potentesten.

Was tut der meinem Körper Gutes?

Grünkohl versorgt den Körper mit vielen wichtigen Nährstoffen, die sonst in dem Maß schwer aufzunehmen sind. Besonders hilfreich ist Grünkohl für Vegetarier oder Veganer, weil dieser viel Magnesium, Eisen oder Mineralstoffe enthält, die sonst nur in rotem Fleisch zu finden sind.

In Amerika ist Grünkohl ein Trend ...

Kale, wie er in Amerika genannt wird, haben wir nicht in unseren Smoothies oder Säften. Bei uns hat der Kohl von November bis Februar Saison. In den Staaten kann man Kale das ganze Jahr über bekommen, wahrscheinlich wegen der vielen Klimazonen, und so haben die Leute schon mal einen ganz anderen Bezug dazu. Dementsprechend ist die Produktpalette viel größer. Wir hatten zum Beispiel auch einige Monate Kale-Chips auf der Karte, die liefen super und sind dort überall zu bekommen. Daraufhin haben wir mit Bauern gesprochen, die Urban Farming machen. Die setzen sich schon mit dem Thema auseinander, wie Grünkohl auch hier das Jahr über erhältlich sein könnte.

Der Trend hat also auch bei uns eine Chance?

Ich denke schon. Wir Deutschen, gerade hier im Norden, kennen Grünkohl eingekocht mit Speck und Bratkartoffeln als deftiges Gericht, was nicht wirklich gesund ist. Und wenn sie dann anfangen, Grüne Smoothies oder Säfte zu machen, treffen sie auf viele Rezepturen mit Grünkohl und werden dann aufmerksam. Viele merken schnell: Romanasalat ist gut, Babyspinat ist auch gut, aber ich möchte doch das Potenteste, den Grünkohl. Wenn damit die Nachfrage steigt, kann es auch irgendwann ein größeres Angebot geben. Und gerade bei uns im Laden merken wir, dass die Leute viel offener sind, was Grünkohl angeht, als wir dachten.

Ist das nur in Berlin so?

Die Dichte an informierten Leuten, die auf ihre Gesundheit, Ernährung und Körper achten, ist in Berlin viel größer, aber ich will nicht ausschließen, dass es in anderen Städten auch gut ankommen kann.

Einige sagen, roher Kohl kann vom Körper nicht verarbeitet, die Inhaltsstoffe nicht aufgenommen werden.

Da scheiden sich die Geister. Ich habe sehr lange Rohkostvegan gelebt und mich nie besser gefühlt. Ich denke, wenn man einen guten Mixer hat, der einem den Kohl aufspalten kann, verträgt der Körper das wunderbar. Oder eben auch mit intensivem Kauen. Große Mengen sind dann schädlich für den Körper, wenn es einfach zu viele Ballaststoffe sind. Mangold zum Beispiel sollte man tatsächlich nur gekocht essen, weil der selber auch Abwehrstoffe hat, die dann vielleicht giftig sind für den Körper. Ansonsten ist mir nichts bekannt.

Interview: Franca Breyer, Foto: Pia Negri

Daluma, Weinbergsweg 3, Mitte, Tel. 030 20 95 02 55, www.daluma.de 

 

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