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Brillenmode

Futurismus | & Nostalgie

       06. August 2013       

In diesem Sommer dreht sich alles um Sonnenbrillen im Retro-Stil – aber die altbekannten Formen werden mit neuen Materialien kombiniert.

Es gibt Brillen, die setzen für immer Trends und geraten nie in Vergessenheit, wie die berühmte Wayfarer oder die „Aviator“, eine Pilotenbrille, die seit 1937 eines der bekanntesten Sonnenbrillenmodelle auf der Welt ist und seitdem immer wieder neu erfunden wird. Auch in diesem Sommer.

Ohnehin dreht sich, was Sonnenbrillen angeht, in diesem Jahr alles um Retro-Brillen, die meisten Formen scheinen altbekannt. Was neu ist, sind die Materialien, aus denen die bewährten Modelle gefertigt werden. Hier treffen zwei eigentliche Gegensätze, Retro und Futurismus nämlich, aufeinander und verstehen sich ganz prächtig.

Zum Beispiel bei Mykita. Die 2003 gegründete Berliner Brillenmanufaktur hat Brillen mit Mylon-Gestellen entwickelt. Mylon ist ein sechsfach veredeltes Polyamid, das mit Stabilität und geringem Gewicht überzeugt und noch dazu das Ausleiern der Scharniere verhindern soll. Besonders auffällig sind die Orion-Brille mit regenbogenförmiger Brücke, die Cateye-Brille in Anlehnung an die 60er und die neudefinierte Pilotenbrille Atlas, die den visuellen und haptischen Eindruck eines rund gespülten Kieselsteins vom Strand erweckt. Um sie vom Rest der Kollektion zu unterscheiden, haben die Mylon-Modelle auch besondere Namen mit futuristischem Klang erhalten, erklärt Philipp Haffmanns, Design Director und einer der Gründer des Labels. „Vorbilder für die Brillennamen waren Helden aus Zukunftsromanen, dem Weltraum oder der griechischen Götterwelt.“

Nüchterner geht es bei der Namensfindung bei OWL Optics zu. Seit der Gründung im Jahr 2011 werden die bezahlbaren Made-in-Berlin- Kultbrillen einfach durchnummeriert: Zu den vornehmen Gestellen Eins, Zwei und Drei, die an die 40er und 50er Jahre erinnern,  gesellen sich nun die markante, elegante Vier in kompakter Form und die lässige bis mondäne Fünf in rund. Neue Farben gibt es auch, Dolomite (ein warmes Graubraun) und Glacier (ein kühles Eisblau), die von lauen Sommernächten unter freiem Himmel träumen lassen. „Unser Konzept beruht auf Geradlinigkeit und Klarheit, Überflüssiges soll weggelassen werden“, erklärt Inhaber David Kamp. „Von Anfang an war es unser Credo, nach und nach neue Modelle einzuführen und alte zu belassen, ohne dass sie in Vergessenheit geraten.“ Die OWL’s werden aus mattiertem Acetat hergestellt und sind europaweit ausschließlich online, für 150 Euro, erhältlich. Ein Preis, der dazu verleitet, von jedem Modell eine Sonnenbrille zu kaufen, ohne arm zu werden, und trotzdem mit Stil die Sonne zu genießen.

Aber wie findet man eine Brille, die einem wirklich steht? David Kamp findet das Brillen-Auswahl-Prozedere sehr spannend: „Es gibt etliche Ratgeber, meistens in den Frauenzeitschriften, die teilweise pauschalisieren: Zu einem runden Gesicht passt eine herzförmige Brille zum Beispiel. Aber es ist bei Brillen ähnlich wie bei den Frisurentipps. Lasst lieber den Friseur draufschauen und euch persönlich beraten, wenn ihr unsicher seid!“ Eine Grundregel verrät der Fachmann dann doch noch: „Generell kann man sagen, dass die Brillenform abhängig von der Augenbrauenform ist. Die Daumenregel ist: Schauen, wie die Oberkante der Brille verläuft. Was hat die für eine Form? Korreliert das mit den Augenbrauen? Die Brille passt, wenn die Augenbrauen im ähnlichen Bogen oder Winkel wie der Rahmen der Brille verlaufen. Sitzt die Augenbraue im Glas, geht das gar nicht. Dann sitzt die Brille verkehrt.“

Wer trotzdem unsicher ist, für den hat Mercy Would, das jüngste Mitglied in der Berliner Brillenszene, einen Style-Finder entwickelt. Online lädt der Brillenkäufer ein Bild von sich hoch, auf das die gewünschte Brille aufgesetzt wird. Gefällt eines der nach IATA-Flughafen Codes benannten Modelle, wird mit einem Klick bestellt. „Wer sein Liebhaberstück aufpeppen lassen möchte, kann das bei uns durch einen Glaswechsel machen. Die „alte“ Brille einschicken und nach zehn Tagen eine gereinigte Brille mit neuen Gläsern zurückerhalten“, verspricht Hertwig. Auch Mercy Would arbeitet mit einem ausgefallen Material für die Nasenfahrräder: Baumwolle.

Aus den kurzen Samenhaaren der Baumwolle, den Lintern, entsteht Cellulose, diese wiederum ist eine Grundzutat für den thermoplastischen Kunststoff „Cellulose-Acetat“. Ein Herzstellungsprozess, der unzählige verschiedene Farben und Effekte erlaubt. In der aktuellen Kollektion finden sich drei neue Acetatfassungen: LHR, AMS, MXP. Letztere ist im Butterfly-Style gehalten. Wer es auffälliger mag, ist mit der TXL in gelb-transparent gut beraten. Thilo Hertwig ist es wichtig, bezahlbare, handgefertigte Brillen aus Deutschland anzubieten. Durch die Verwendung von Baumwolle sind die Gestelle sogar nachhaltig.

Bei der Präsentation seiner Brillen hat sich Hertwig ebenfalls etwas Besonderes ausgedacht: Statt in einem Showroom werden die Brillen auf dem Berliner Parkett per „Show-Bike“ angeboten. Die aktuelle Position des Fahrrads, um seine zukünftige Brille nicht nur virtuell, sondern auch in echt anzuprobieren, findet man täglich aktualisiert auf ­Facebook.(nh)

Brillenschneiderei - Ökologisch, wertvoll, gut. Hier gibt es Brillen nach Maß und Modelle von Independent Labels, wie Framers, Harry Lary, Salt, Oscar Magnuson oder Jeremy Tarian Mikli, ohne sichtbare Logos an den Bügeln. Die Brillenfassungen werden aus Naturmaterialien hergestellt: Walnuss-, Ahorn-, Kirschholz oder Cellulose-Acetat. Gormannstr. 8, Berlin-Mitte, Tel. +49 30 85 01 60 60, www.brillenschneiderei.de

 

Framers Berlin - Urbanes Design und Lifestyle treffen auf Nachhaltigkeit und Tradition. Ein junges Unternehmen, das 2006 gegründet wurde, und eines der wenigen in der Branche, die mit den verbliebenen Brillenmanufakturen in Deutschland zusammenarbeiten. Versiertes Handwerk  „Handmade in Germany“. Kreuzbergstr. 30, Kreuzberg, Tel. +49 30 32 29 61 6, www.framers.de

 

Mercy Would - Das jüngste Mitglied der Berliner Brillenszene, gegründet 2012. Täglich per Show-Bike unterwegs, für alle, die sich ihre Brille von Hand aussuchen möchte. Der Ort wird regelmäßig via Facebook/Mercy Would.com aktualisiert. Alternativ gibt es online den Style-Finder, um das passende Gestell anzuprobieren und mit einem Klick zu bestellen. Verkauf per Showbike, Tel. +49 30 81 030 130, www.mercy-would.com


Mykita -Die 2003 gegründete Berliner Brillenmanufaktur diverse Modelle im Angebot, unter anderem mit Mylongestellen. Mylon ist ein sechsfach veredeltes Ployamid, das mit Stabilität und geringem Gewicht überzeugt und noch dazu das Ausleiern der Scharniere verhindern soll. Rosa-Luxemburg-Straße 6, Berlin-Mitte,  Tel. +49 30 67 30 87 15, www.mykita.com


OWL Optics - Eins, Zwei, Drei, Vier, Fünf. Das ist kein Kinderreim, sondern das sind fünf unterschiedlich geformte, in liebevoller Handarbeit hergestellte Acetat-Brillengestelle in fünf verschiedenen Farben made in Berlin. Jede Edition der puristischen Kultbrillen ist limitiert und in der Regel schnell vergriffen. Gekauft werden kann aber nur online. Onlineshop: www.owloptics.com


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